Sogar Empörung bei Grünen : "Fridays For Future" muss sich für Tweet über alte Menschen entschuldigen

Die Gesichter der Klimaschutzbewegung: Luisa Neubauer (l.) und Greta Thunberg.
Die Gesichter der Klimaschutzbewegung: Luisa Neubauer (l.) und Greta Thunberg.

Ein offenbar witzig gemeinter Tweet des Bundesverbands von "Fridays For Future" ging völlig nach hinten los.

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23. Dezember 2019, 15:30 Uhr

Kiel | Einen Tag vor Weihnachten wollten Klima-Aktivisten der "Fridays For Future"-Bewegung ihre Anhänger auf Twitter motivieren – mit einem Aufruf: "Wir suchen Sätze, die man sowohl an Weihnachten als auch im Angesicht der Klimakrise sagen kann!" – so der kuriose Plan am Montagmorgen.

Dann folgte der erste Tweet dazu von den Aktivisten selbst: "Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei", twitterten sie:

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Nach gut fünf Stunden waren rund 2500 Kommentare unter dem Beitrag – viele Nutzer zeigten sich wütend oder betroffen, manche aber auch amüsiert. "Was für eine unangenehme Entgleisung", heißt es da. Oder: "Sagt Ihr das eigentlich Oma und Opa auch ins Gesicht?". Eine andere Reaktion: "Sorry, mega respektlos!"

"Meine Oma ist etwa drei Wochen verstorben"

Auch das Bundesumweltministerium reagierte: "#Klimaschutz geht alle an und ist eine gesellschaftliche Aufgabe über ALLE Generationen hinweg", schrieb das Ministerium am Nachmittag. Und auch die Social-Media-Koordinatorin der Grünen, Charlotte Obermeier, reagierte entsprechend. "Meine Oma ist etwa drei Wochen verstorben. Es wird mein erstes Weihnachten ohne sie. Ich wünschte, sie könnte mir noch mal in irgendwas reinreden... Finde euren Tweet maximal unpassend", schreibt sie als Antwort an "Fridays For Future":

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Zwischenzeitlich hatten die Klima-Aktivisten noch versucht, die Misere abzuschwächen – und schoben dem diskutieren Tweet ein "Was darf Satire?" hinterher. Doch offenkundig sahen Vertreter der Klimaschutzbewegung ihren Tweet mittlerweile selbst als nicht mehr ganz so unproblematisch an. Leonie Bremer, eine der bundesweiten Sprecherinnen der Bewegung, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Natürlich entschuldigen wir uns bei allen, die es falsch verstanden haben." Einen Seitenhieb an die Kritiker konnte sie sich aber dennoch nicht Verkneifen: Personen, die mit "Fridays For Future" sowieso nicht sympathisierten, hätten den Tweet absichtlich falsch verstanden.

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Lockerer sah das Ganze die Initiative "Grandparents for Future": "Immerhin haben die Kids auch nach diesem Klimakatastrophen-Jahr den Humor nicht verloren", schrieb die Gruppe ebenfalls auf Twitter:

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(mit dpa)

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