Doch kein Alleingang : Trump sichert Nato-Partnern Bündnistreue zu

US-Präsident Donald Trump verhandelt in scharfem Ton beim Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: imago/Hollandse Hoogte
US-Präsident Donald Trump verhandelt in scharfem Ton beim Nato-Gipfel in Brüssel.

US-Präsident Donald Trump hatte die Nato vor eine Zerreißprobe gestellt. Doch der Bruch wurde nun abgewendet.

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12. Juli 2018, 12:42 Uhr

Brüssel | US-Präsident Donald Trump will in Verteidigungsfragen nun doch keinen amerikanischen Alleingang forcieren. Er hat am Mittag zugesichert, weiter zur Nato zu stehen. Die Vereinigten Staaten blieben dem Bündnis sehr stark verpflichtet, sagte Trump am Donnerstag bei einer Pressekonferenz nach einer Krisensitzung beim Nato-Gipfel in Brüssel.

Trump hatte der Nato vor der Sondersitzung beim Gipfel zuvor offen mit einem amerikanischen Alleingang gedroht. Wenn die Bündnispartner nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgäben, würden die Amerikaner ihr eigenes Ding machen, sagte Trump.

Nach heftigen Angriffen auf Kanzlerin Angela Merkel im Streit um Verteidigungsausgaben lobte Trump Deutschland. "Ich habe große Achtung vor Deutschland", sagte Trump. Sein Vater komme aus Deutschland, seine Eltern kämen aus Europa.

Merkel nimmt Stellung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Beratungen in der Nato über die Lastenteilung als "sehr ernste Diskussion" bezeichnet. Auf die Frage, ob Trump mit dem Austritt aus dem Bündnis gedroht habe, antwortete sie: "Ich kann nur zusammenfassen, was das Ergebnis ist: Klares Bekenntnis aller zur Nato und eine deutliche Bereitschaft aller, angesichts veränderter Sicherheitslagen einen Beitrag zu leisten.

Weiterlesen: US-Demokraten: Verhalten von Trump bei Nato-Gipfel ist "peinlich"

Trump habe gefordert, dass die Lastenteilung sich verändern müsse, berichtete die Kanzlerin. "Ich habe für mich deutlich gemacht, andere haben das auch deutlich gemacht, dass wir auf diesem Weg sind."

Trump hatte der Nato vor der Sondersitzung beim Gipfel nach Angaben von Diplomaten offen mit einem amerikanischen Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht. Wenn die Bündnispartner nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgäben, würden die Amerikaner ihr eigenes Ding machen, sagte Trump demnach.

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