Nach Verurteilung seines Ex-Anwalts : Trump: "Habe Cohen nie angewiesen, gegen das Gesetz zu verstoßen"

US-Präsident Donald Trump steht weiter unter Druck.
US-Präsident Donald Trump steht weiter unter Druck.

Cohen sei es nur darum gegangen, den Präsidenten in Verlegenheit zu bringen, schrieb Trump bei Twitter.

von
13. Dezember 2018, 17:41 Uhr

Washington | Nach der Haftstrafe für seinen Ex-Anwalt Michael Cohen hat US-Präsident Donald Trump jedwedes Fehlverhalten dementiert und Vorwürfe gegen seinen früheren Vertrauten erhoben. "Ich habe Michael Cohen nie angewiesen, gegen das Gesetz zu verstoßen", schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. "Er war ein Anwalt und er sollte das Gesetz kennen."

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

In seiner ersten Wortmeldung seit der Haftstrafe für Cohen verwahrte sich Trump dagegen, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben. Cohen sei es nur darum gegangen, den Präsidenten in Verlegenheit zu bringen.

Kooperiert mit FBI-Sonderermittler Mueller

Cohen war am Mittwoch unter anderem wegen Zahlung illegaler Wahlkampfbeihilfen, wegen Falschaussagen vor dem Kongress und wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Vor Gericht hatte Cohen gesagt: "Ich übernehme die volle Verantwortung für jede Tat, zu der ich mich schuldig bekannt habe: Meine persönlichen und diejenigen, an denen der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika beteiligt war." Er habe es immer wieder als seine Pflicht empfunden, Trumps "schmutzige Taten zu vertuschen".

Weiterlesen: Fall Cohen: Droht Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren?

Cohen kooperiert mit dem FBI-Sonderermittler Robert Mueller, der untersucht, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russlands gegeben hat. Cohen hatte unter anderem eingeräumt, den Kongress bei dessen Russland-Untersuchungen im Zusammenhang mit einem geplanten Bauprojekt Trumps in Moskau angelogen zu haben. Demnach wurde das Projekt noch weit bis in den Wahlkampf 2016 hinein verfolgt.

Unabhängig von den Russland-Ermittlungen gab Cohen zu, 130.000 Dollar Schweigegeld an die Ex-Porno-Darstellerin Stormy Daniels gezahlt zu haben. Er räumte außerdem ein, dem Playmate Karen McDougal weitere 150.000 Dollar Schweigegeld zukommen gelassen zu haben – und zwar über den Medienverlag AMI. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben. Trump bestreitet das.

Weiterlesen: Donald Trump bezeichnet Stormy Daniels als "Pferdegesicht"

Wahl 2016 sollte beeinflusst werden

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass Cohen in beiden Fällen "in Abstimmung mit und unter Federführung von" Trump gehandelt habe. Cohen sei es darum gegangen, "die Präsidentenwahl 2016 zu beeinflussen". Die Anklage sieht in den Geldflüssen vom Oktober 2016 illegale Wahlkampfbeihilfen, weil sie geleistet worden seien, um Trumps Wahlchancen nicht zu mindern.

Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch (Ortszeit) mit, sie habe mit dem Verlag American Media Inc., wo das Boulevardblatt "National Enquirer" herausgegeben wird, eine Vereinbarung erzielt. AMI habe zugegeben, die 150.000 Dollar an McDougal gezahlt zu haben. Ziel sei gewesen, die Geschichte McDougals zu unterdrücken, damit sie keine schädlichen Anschuldigungen gegen den damaligen Kandidaten erhebe. Die Staatsanwaltschaft sicherte AMI im Gegenzug zu, kein Verfahren zur Strafverfolgung gegen den Verlag einzuleiten.

Cohen muss seine Haftstrafe erst im März antreten. Das Gericht in New York verfügte außerdem, dass er insgesamt rund zwei Millionen Dollar an die Staatskasse bezahlen muss.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen