Kritik am US-Präsidenten : Transgender-Aktivistin Jenner: Trump "hat unsere Menschlichkeit ignoriert"

'Die Realität ist, dass die Trans-Gemeinschaft von diesem Präsidenten unerbittlich angegriffen wird', schrieb die 68-jährige Ex-Olympiasiegerin in einem Beitrag für die Washington Post über Donald Trump. Foto: imago/ZUMA Press
"Die Realität ist, dass die Trans-Gemeinschaft von diesem Präsidenten unerbittlich angegriffen wird", schrieb die 68-jährige Ex-Olympiasiegerin in einem Beitrag für die Washington Post über Donald Trump. Foto: imago/ZUMA Press

TV-Promi Caitlyn Jenner glaubt nicht mehr an Unterstützung vom US-Präsidenten für die Belange von Trans-Menschen.

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26. Oktober 2018, 11:23 Uhr

Washington | Es sei ein Irrtum gewesen, zu glauben, dass Trump die LGBTQ-Gemeinschaft aus Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen schützen werde, schrieb Jenner in einem Kommentar in der "Washington Post" am Donnerstag (Ortszeit).

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"Leider lag ich falsch. Die Realität ist, dass die Trans-Gemeinschaft von diesem Präsidenten unerbittlich angegriffen wird", schrieb die 68-Jährige weiter, die lange zu den prominenten Fürsprechern des Präsidenten zählte. Als Transgender bezeichnet man Menschen, die sich nicht - oder nicht nur - mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde.

"Er hat unsere Würde beleidigt"

"Er (Trump) hat unsere Menschlichkeit ignoriert. Er hat unsere Würde beleidigt", schrieb sie. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf und lebt seit 2015 als Frau. Bisher hatte Jenner lediglich zugegeben, Trump habe mit Blick auf die Rechte von LGBT-Personen "einige Fehler gemacht".

Sie bereute aber nicht, ihn gewählt zu haben. Inhaltlich bezog sich Jenner auf einen Bericht der "New York Times", wonach Trumps Regierung plane, das Geschlecht eines Menschen ausschließlich biologisch zu definieren. Der Bericht bezieht sich auf einen durchgesickerten Vorschlag.

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