Keine "Kampfkandidatur" gegen Ramelow : Thüringens CDU-Chef Mohring stellt sich nicht als Ministerpräsident zur Wahl

Vier Wochen nach der Landtagswahl streitet die Thüringer CDU heftig über ihren weiteren Kurs. Bei einer Rede auf dem Landestag der Jungen Union (JU) erhielt Mohring von den Delegierten nur spärlich Applaus.
Vier Wochen nach der Landtagswahl streitet die Thüringer CDU heftig über ihren weiteren Kurs. Bei einer Rede auf dem Landestag der Jungen Union (JU) erhielt Mohring von den Delegierten nur spärlich Applaus.

In Thüringen war im Oktober ein neuer Landtag gewählt worden; die Regierungsbildung gestaltet sich weiter schwierig.

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25. November 2019, 10:39 Uhr

Erfurt | Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring wird im Landtag nicht für das Amt des Ministerpräsidenten seines Bundeslandes kandidieren. Das stellte Mohring in der "Thüringer Allgemeinen" vom Montag klar. "Wir beantragen keine Ministerpräsidentenwahl und stellen also auch keinen Kandidaten auf." Das bedeute zugleich, dass er eine eigene "Kampfkandidatur" gegen den derzeit amtierenden Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ausschließe.

Kurs der Thüringer CDU weiterhin offen

In Thüringen war am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt worden; die Regierungsbildung gestaltet sich aufgrund des Ergebnisses schwierig. Die rot-rot-grüne Landesregierung unter Ramelow hat keine Mehrheit mehr. Wie eine künftige Regierung aussehen könnte, ist ungewiss. Eine Mehrheit der CDU ist rechnerisch nur unter Einbeziehung der Linken oder der AfD möglich.

Mohring hatte nach der Wahl eine Minderheitenregierung der CDU ins Spiel gebracht. Dies führte zu Spekulationen, er könnte bei der Wahl des neuen Regierungschefs im Thüringer Landesparlament selbst als Kandidat antreten.

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