Proteste in mehreren Städten : Tausende demonstrieren gegen Verdrängung und "Mietenwahnsinn"

Die Demonstranten in Berlin versammelten sich am Mittag am Alexanderplatz, von wo aus sie nach Kreuzberg marschieren wollten.
Die Demonstranten in Berlin versammelten sich am Mittag am Alexanderplatz, von wo aus sie nach Kreuzberg marschieren wollten.

In Berlin hielten die Menschen Schilder in die Höhe, auf denen Slogans standen wie "Kein Abriss bewohnbarer Häuser".

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06. April 2019, 13:58 Uhr

Berlin | In Berlin haben am Samstag tausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum und gegen Verdrängung durch steigende Mieten demonstriert. Sie versammelten sich am Mittag am Alexanderplatz im Stadtteil Mitte, von wo aus sie nach Kreuzberg marschieren wollten. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis "Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn".

"Kein Abriss bewohnbarer Häuser"

Die Demonstranten hielten Schilder in die Höhe, auf denen Slogans standen wie "Kein Abriss bewohnbarer Häuser". Manche trugen Masken mit dem Konterfei des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) oder waren als "Miethai" verkleidet. Auch in weiteren Städten – unter anderem in München, Mannheim, Freiburg und Göttingen – waren Protestaktionen geplant. Hintergrund ist der zunehmende Mangel an erschwinglichen Wohnungen vor allem in Ballungsgebieten.

Petition gegen Enteignungen

In Berlin begann am Samstag zudem eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren, das derzeit eine Debatte über Enteignungen auf dem Wohnungsmarkt anfacht. Die Initiative "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" will erreichen, dass der Berliner Senat private Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet und vergesellschaftet.

Weiterlesen: Demos gegen "Mietenwahnsinn" – Diskussion über Enteignungen

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