Oberster US-Richter : Sexuelle Übergriffe: Neue Anschuldigungen gegen Kavanaugh

Gegen Brett Kavanaugh gibt es neue Vorwürfe sexueller Übergriffe.
Gegen Brett Kavanaugh gibt es neue Vorwürfe sexueller Übergriffe.

Mehrere Frauen warfen Kavanaugh sexuelle Übergriffe vor. Die "New York Times" bringt neue Details ans Licht.

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15. September 2019, 20:34 Uhr

Washington | Neue Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Brett Kavanaugh: Ein ehemaliger Kommilitone an der US-Eliteuniversität Yale gibt an, der umstrittene Supreme-Court-Richter habe sich bei einer Erstsemester-Party entblößt, dann hätten andere Studenten dessen Genitalien in die Hand einer Studentin gedrückt. Der Vorwurf wurde am Wochenende von der "New York Times" veröffentlicht. Der Zeitung zufolge hatte der Ex-Kommilitone den Vorwurf bereits während des Nominierungsverfahrens von Kavanaugh zum Obersten Richter gegenüber dem FBI geäußert. Diesem sei jedoch nicht nachgegangen worden.

Trump verteidigt Kavanaugh

US-Präsident Donald Trump hat Kavanaugh wütend gegen die neuen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens verteidigt. Trump schrieb am Sonntag im Onlinedienst Twitter, "radikale linke Demokraten" und die Medien seien "wieder hinter Kavanaugh her und redeten laut über ihr Lieblingswort Amtsenthebung". Mehrere Demokraten forderten dagegen eine Untersuchung der neuen Anschuldigung.


Vorwürfe sexuellen Missbrauchs von Frauen

Gegen Kavanaugh hatte es während seines Nominierungsverfahrens gravierende Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Frauen gegeben. Der ohnehin wegen seiner erzkonservativen Ansichten umstrittene Richter war deshalb erst nach einer langen und erbittert geführten Debatte zwischen Demokraten und Republikanern im Oktober 2018 zum Obersten Richter ernannt worden.

Weiterlesen: Mutmaßliches Kavanaugh-Opfer: "Ich dachte, er wollte mich töten"

"Er ist ein unschuldiger Mann, der schrecklich behandelt wurde", twitterte Trump nach dem neuen Vorwurf am Sonntag. "Solche Lügen über ihn. Sie wollen ihm Angst machen, damit er liberal wird." Trump riet Kavanaugh, mit rechtlichen Schritten gegen die Anschuldigung vorzugehen, und schlug vor, dass das Justizministerium ihm "zu Hilfe kommen" sollte.

Brett Kavanaugh mit US-Präsident Donald Trump.
imago images/Ron Sachs
Brett Kavanaugh mit US-Präsident Donald Trump.


Mehrere Demokraten forderten dagegen eine Untersuchung des neuen Vorwurfs. Unter ihnen ist Julian Castro, ehemaliger Wohnungsbauminister und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

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