Innenminister Horst Seehofer will sich erst nach dem 12. November über seine weitere Zukunft äußern.
Innenminister Horst Seehofer will sich erst nach dem 12. November über seine weitere Zukunft äußern.

Erklärung nach 12. November : Zukunft von Innenminister Seehofer geklärt? "Weitestgehend"

Innenminister Horst Seehofer hat seine Zukunft weitestgehend geklärt. Nur sagen möchte er es erst Mitte November.

svz.de von
04. November 2018, 16:53 Uhr

München | CSU-Chef Horst Seehofer hat eine Erklärung zu seiner persönlichen Zukunft explizit für die Woche nach dem 12. November angekündigt. Erst komme die Bildung der Landesregierung in Bayern, dann die Wahl des Ministerpräsidenten, dann eine große Bundestagsdebatte zu gleichwertigen Lebensverhältnissen, dann fliege er nach Helsinki, wo Manfred Weber auf die Kür zum EVP-Spitzenkandidaten für die Europawahl hofft. Dann komme noch die Vereidigung des bayerischen Kabinetts - diese ist für den 12. November geplant. "Und in der Woche werden Sie dann von mir hören - nach der Vereidigung des Kabinetts."

Seehofer hat Zukunft wohl schon geklärt

Er wolle einen so wichtigen Vorgang wie die Vorstellung und Vereidigung eines Kabinetts nicht "mit anderen Dingen belasten", sagte Seehofer. "Das gehört zum Anstand - Anstand ist der beste Wegbegleiter." Auf die Frage, ob schon feststehe, welche Erklärung er abgeben werde, sagte Seehofer: "Weitestgehend." Aber das Wichtigste sei "Disziplin".

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Partei rechnet mit Seehofer Rücktritt

Bislang war spekuliert worden, ob Seehofer eine Entscheidung zu seiner Zukunft am kommenden Wochenende verkünden könnte, möglicherweise bei einem Treffen mit den CSU-Bezirksvorsitzenden. Seehofer verwies aber darauf, dass bei einem solchen Treffen erst einmal die CSU-Liste für die Europawahl besprochen werden müsse.

Seehofer steht seit dem CSU-Absturz bei der Landtagswahl am 14. Oktober intern massiv unter Druck. In der Partei wird inzwischen fest damit gerechnet, dass Seehofer als CSU-Vorsitzender zurücktritt.

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