Steigende Zahl der Maserninfektionen : SPD mit Gesundheitsminister Spahn im Gespräch über Masern-Impfpflicht

Karl Lauterbach ist SPD-Bundestagsabgeordneter und gesundsheitspolitischer Sprecher seiner Partei.
Karl Lauterbach ist SPD-Bundestagsabgeordneter und gesundsheitspolitischer Sprecher seiner Partei.

Masernerkrankungen sind laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) extrem ansteckend.

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24. März 2019, 18:27 Uhr

Berlin | Die SPD im Bundestag will die Impfung von Kindern gegen Masern zur Pflicht machen. Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag), er sei darüber mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Gespräch und "zuversichtlich, dass wir demnächst einen entsprechenden Vorschlag vorlegen können". Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, man sei besorgt über die steigende Zahl der Maserninfektionen in Deutschland, die zu viele Menschen "auf die leichte Schulter" nähmen. "Eine Debatte über mögliche Maßnahmen ist nur zu begrüßen", sagte er.

Weiterlesen: Masern in Deutschland: Wo und warum die Krankheit immer wieder ausbricht

Masern extrem ansteckend und potenziell tödlich

Angesichtes einer Häufung von Krankheitsfällen in mehreren Regionen hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) kürzlich eine Impfpflicht gefordert. Masernerkrankungen seien extrem ansteckend und potenziell tödlich, erklärte die Medizingesellschaft. Infolge einer Masernerkrankung könne es teils erst Jahre später zu einer Gehirnentzündung kommen, für die es keine Behandlung gebe und an der betroffene Patienten sterben.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte dem RND, die Freidemokraten wollten eine Impfpflicht für Kinder bis 14 Jahre. Spahn müsse den Zugang zu Impfungen erleichtern. Sie könnten etwa in Schulen und Kitas angeboten werden.

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