Nahles-Nachfolger : SPD-Politiker wünschen sich Kühnert an der Partei-Spitze

Wird Juso-Chef Kevin Kühnert für die SPD-Spitze kandidieren?
Wird Juso-Chef Kevin Kühnert für die SPD-Spitze kandidieren?

"Ein frischer, junger Kopf würde uns guttun", heißt es aus der Partei.

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08. Juni 2019, 08:42 Uhr

Berlin | Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) hat sich für eine Kandidatur von Juso-Chef Kevin Kühnert für die Parteispitze der Sozialdemokraten ausgesprochen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn Kevin Kühnert kandidiert", sagte Lange dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Lange war bei der Wahl der SPD-Vorsitzenden im vergangenen Jahr erfolglos gegen Andrea Nahles angetreten. Nahles trat Anfang der Woche infolge des SPD-Desasters bei der Europawahl und innerparteilichen Streits zurück.

Erneute Kandidatur noch offen

Lange ließ offen, ob sie erneut kandidiert. "Das kann ich heute noch nicht sagen, ich bin gespannt, was der Bundesvorstand als Verfahren anbietet", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Der SPD-Vorstand will am 24. Juni den Weg für die Neuwahl der Spitze ebnen. Erwogen werden eine Urwahl der Parteimitglieder und eine Doppelspitze. Übergangsweise führen die Vize-Vorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel die SPD. Interims-Fraktionsvorsitzender ist der Abgeordnete Rolf Mützenich.

"Ein frischer, junger Kopf würde uns guttun"

Auch andere SPD-Politiker plädieren für eine führende Rolle Kühnerts. Die Landeschefin von Schleswig-Holstein, Serpil Midyatli, sagte dem "Spiegel": "Ein frischer, junger Kopf würde uns guttun." Sie sei sicher, "dass Kevin im nächsten Parteivorstand eine herausragende Rolle übernehmen wird". Der Vize-Chef der nordrhein-westfälischen SPD, Veith Lemmen, sagte dem Magazin: "Kevin hat Fähigkeiten und Ansichten, welche die Bundespartei braucht, er wird ganz vorne mitmischen." Der Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag, Horst Arnold, wandte in dem Magazin ein, einige Themensetzungen Kühnerts seien nicht sehr zielführend gewesen. Kühnert hatte im Europawahlkampf in einem Interview über eine Kollektivierung großer Unternehmen wie BMW gesprochen.

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