Auseinandersetzung auf Lesbos : Rechter Deutscher gerät bei Demo in Griechenland mit Linken aneinander

Das Feuer brach im schweizer Gemeinschaftszentrum 'One Happy Family' auf der Insel aus.
Das Feuer brach im schweizer Gemeinschaftszentrum "One Happy Family" auf der Insel aus.

Der rechte Blogger Oliver Flesch ist auf der griechischen Insel Lesbos mit linken Demonstranten aneinandergeraten.

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08. März 2020, 09:01 Uhr

Athen | Der rechte Blogger Oliver Flesch und zwei Begleiter sind auf der griechischen Insel Lesbos mit linken Demonstranten aneinandergeraten. Gemeinsam hätten sie am Samstag bei einer antifaschistischen Demonstration in der Inselhauptstadt agitiert, wie die Inselzeitung "Sto Nisi" am Sonntag berichtete. Daraufhin hätten Demonstranten sie gejagt; die Polizei habe eingegriffen. Der Blogger Flesch schreibt zu dem Vorfall auf seinem Facebook-Account: "Wir wurden von etwa 20 bis 25 Antifa-Anhängern eingekesselt." Er bedankte sich bei der griechischen Polizei, "die uns da rausgeholt hat".

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Am Abend hatte sich die Gruppe dem Bericht zufolge beim Brand eines Gemeinschaftszentrums für Flüchtlinge eingefunden. Ein Großteil der Anlage der Schweizer Organisation "One Happy Family" war aus bisher unbekannter Ursache niedergebrannt.

Erneuter Vorfall mit Rechten aus Deutschland

Es ist das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass Rechte aus Deutschland sich auf Lesbos mit den Griechen solidarisch zeigen wollten. Am Freitag war eine deutsche Gruppe Rechtsradikaler auf der Insel gesichtet worden, von denen einer von Inselbewohnern am Kopf verletzt worden war. Sie sollen zum Teil der Identitären Bewegung angehört haben. Diese Bewegung wird zum rechtsextremistischen Spektrum gezählt.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Oliver Kirchner, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt, sei ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen. Wie die dpa jetzt berichtigte, war Kirchner nach eigenen Anhaben nicht auf Lesbos. Die Meldung wurde entsprechend korrigiert. Zudem wurde eine Passage über Aktivitäten der Gruppe vor dem brennenden Gemeindezentrum für Flüchtlinge gestrichen. Diese Informationen der Inselzeitung "Sto Nisi" ließen sich laut dpa bis Sonntagnachmittag nicht überprüfen.

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