Migrationspolitik der USA : Pentagon schickt anscheinend Hunderte Soldaten an Grenze zu Mexiko

Etwa 7.000 Menschen aus Mittelamerika ziehen derzeit in einer Karawane durch Mexiko in Richtung USA.
Etwa 7.000 Menschen aus Mittelamerika ziehen derzeit in einer Karawane durch Mexiko in Richtung USA.

Tausende Migranten aus Mittelamerika sind derzeit auf dem Weg in die USA – zum Ärger von Präsident Trump.

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25. Oktober 2018, 20:23 Uhr

Washington | Das US-Verteidigungsministerium bereitet sich Medienberichten zufolge darauf vor, weitere 800 Soldaten an die südliche Grenze zu Mexiko zu schicken. Es werde erwartet, dass Minister James Mattis möglicherweise demnächst einen entsprechenden Erlass unterzeichnen könnte, berichteten der Sender CNN und die "Washington Post" am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise.

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Ein Sprecher des Ministeriums erklärte auf Anfrage, man gehe davon aus, dass das Heimatschutzministerium einen Antrag auf Unterstützung an das Pentagon stellen werde und sei dabei, die Details der Unterstützung für den Grenzschutz zu klären.

Derzeit sind tausende Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg Richtung USA. Sie fliehen vor der schlechten wirtschaftlichen Lage und der Gewalt durch Jugendbanden in ihren Heimatländern. US-Präsident Donald Trump betonte mehrfach, dass er die Einwanderer nicht ins Land lassen werde. Notfalls sollten die Streitkräfte die Migranten an der Grenze stoppen.

"Angriff auf unser Land"

Den Berichten zufolge sollen die zusätzlichen Soldaten aber keine Aufgaben der Sicherheitsbehörden übernehmen – also keine Migranten festnehmen. CNN berichtete, sie sollten logistische Unterstützung für die Grenzschützer leisten und etwa an wichtigen Punkten entlang der Grenze Zäune bereitstellen.

Trump hat die Migranten immer wieder zum Thema im Wahlkampf vor den Kongresswahlen gemacht und die Lage stark überzeichnet. Er sprach von einem "Angriff auf unser Land" und einem "nationalen Notstand".

Unklar ist aber, wann die Migranten überhaupt an die US-Grenze gelangen könnten. Vom Süden Mexikos bis dorthin sind es je nach Route zwischen 2000 und 4000 Kilometer. Am Donnerstag kehrten 100 von ihnen nach Honduras zurück.

Derzeit befinden sich 2100 Nationalgardisten an der Grenze, die wegen einer anderen Anweisung aus dem April entsandt worden waren. Auch sie leisten logistische Unterstützung.

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