Boris Palmers Kritik an Berlin : "Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands"

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, kann der Hauptstadt wenig abgewinnen.
Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, kann der Hauptstadt wenig abgewinnen.

"Kriminalität, Drogenhandel und Armut": Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer kann Berlin wenig abgewinnen.

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04. Dezember 2018, 07:54 Uhr

Berlin/Tübingen | Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) fühlt sich nach eigenen Angaben in Berlin schwer verunsichert. "Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: 'Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands'", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). Seiner Ansicht nach klappt einfach gar nichts in dieser Stadt. "Ich komme mit dieser Mischung aus Kriminalität, Drogenhandel und bitterer Armut auf der Straße als spießbürgerliche baden-württembergische Grünen-Pflanze schlicht nicht klar. Ich will diese Verhältnisse in Tübingen nicht."

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Palmer provoziert

Palmer sorgt mit seinen provokanten Aussagen stets für Aufsehen. Daher ist der Politiker in seiner eigenen Partei nicht unumstritten. Zuletzt war Palmer in den Schlagzeilen, weil er in Tübingen mit einem Studenten aneinandergeriet und dessen Personalien aufnehmen wollte. Als dieser sich weigerte, soll Palmer den Studenten und dessen Begleiterin fotografiert haben. Die Begleiterin zeigte Palmer daraufhin wegen Nötigung an.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reagierte damals zurückhaltend auf den Streit seines Parteifreunds mit einem Studenten. "Ich bin nicht der Hüter der baden-württembergischen Oberbürgermeister", sagte Kretschmann. Die Stadtoberhäupter seien für ihr Handeln selbst verantwortlich. "Ich bin nicht ihr Papa."

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