Nach Abschuss zweier Kampfflugzeuge : Pakistan will indischen Piloten wieder freilassen

Die angeblichen Trümmerteile der indischen Kampfflugzeuge im Bezirk Budgam im indischen Teil Kaschmirs. Andere Bilder lassen vermuten, dass es sich bei den Teilen um einen Helikopter handelt.
Die angeblichen Trümmerteile der indischen Kampfflugzeuge im Bezirk Budgam im indischen Teil Kaschmirs. Andere Bilder lassen vermuten, dass es sich bei den Teilen um einen Helikopter handelt.

Zur Beruhigung der angespannten Lage zwischen Indien und Pakistan soll die Freilassung eines Piloten beitragen.

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28. Februar 2019, 10:58 Uhr

Islamabad | Nach der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Pakistan und Indien will Pakistan zu einer Beruhigung der Lage beitragen. Islamabad sei bereit, den festgesetzten indischen Piloten freizulassen, sollte dies helfen, die Spannungen abzubauen, sagte der pakistanische Außenminister Shah Mehmood Qureshi am Donnerstag.

Gleichzeitig sei der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan zu einem Telefongespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi bereit. Man wolle alles tun, was hilfreich sei, um Frieden wieder herzustellen, sagte Qureshi.

Truppenbewegungen entlang der De-facto-Grenze in Kaschmir

Die Spannungen zwischen den verfeindeten Atommächten Indien und Pakistan hatten sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Nachdem Indiens Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag zum ersten Mal seit 1971 einen Angriff auf pakistanischem Gebiet geflogen hatte, schoss Pakistan nach eigenen Angaben am Mittwoch zwei indische Kampfflugzeuge ab. Ein indischer Pilot sei danach festgesetzt worden.

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dpa-infografik

Khan hatte bereits am Mittwoch in einer Fernsehansprache Indien Gespräche angeboten. Indiens Regierung um die hindu-nationalistische Partei BJP von Premierminister Modi steht allerdings unter Druck, Stärke zu zeigen, weil in wenigen Monaten eine Parlamentswahl ansteht. In den vergangenen Tagen, so auch in der Nacht zu Donnerstag, gab es Berichte über Schusswechsel und Truppenbewegungen entlang der De-facto-Grenze in Kaschmir.

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