Drittgrößte Gruppe auf Bundesparteitag in Hamburg : Niedersachsen-CDU stellt Delegierten Vorsitzwahl frei

Bernd Althusmann, Chef der Niedersachsen-CDU, hat einen Favoriten für die Vorsitzwahl am kommenden Freitag. Verraten will er ihn nicht. Foto: Peter Steffen/dpa
Bernd Althusmann, Chef der Niedersachsen-CDU, hat einen Favoriten für die Vorsitzwahl am kommenden Freitag. Verraten will er ihn nicht. Foto: Peter Steffen/dpa

Die Niedersachsen-CDU ist mit 137 Delegierten beim Bundesparteitag kommende Woche in Hamburg vertreten und hat dort durchaus Einfluss. Wen sie wählen sollen, steht den Christdemokraten frei - wer aber ist ihr Favorit?

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02. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Osnabrück | Niedersachsen stellt die drittgrößte Landesgruppe nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Landesvorsitzender Bernd Althusmann stellt es den Abgesandten ausdrücklich frei, wen sie für den Bundesvorsitz wählen wollen. Auch eine Empfehlung besteht keine. Wen er selbst wählen möchte, verrät Althusmann selbst engen Vertrauten nicht. Er sagt nur, dass er sich bereits sehr sicher sei, wer seine Stimme erhält.

Die Delegierten sind in aller Regel bereits benannt worden, bevor Angela Merkel bekannt gab, nicht mehr als Parteichefin antreten zu wollen. Folglich waren auch die Kandidaten für ihre Nachfolge zum Zeitpunkt der Delegiertenwahl noch unbekannt. Eine gezielte Auswahl mit der einen oder anderen Tendenz ist also ausgeschlossen.

Funktionäre stimmen ab

Ein klares Favoritenbild ergibt sich nach Gesprächen mit einzelnen Delegierten nicht. Als Vorteil von Annegret Kramp-Karrenbauer wird ins Feld geführt, dass sie die meiste Organisationserfahrung habe. Damit verbunden ist die Erwartung der Parteifunktionäre, dass sich in der Struktur der Partei nicht viel ändern würde, der sie ja weitestgehend entstammen. Bei einem Mitgliederentscheid entfiele dieser Bonus, hier wäre weniger Zuspruch für die Generalsekretärin zu erwarten.

Landespartei will Dienstjahr für alle

Die niedersächsische Landespartei wird in Hamburg zwei Anträge einbringen. Einer befasst sich mit dem verpflichtenden Dienstjahr, das sie bundesweit gerne eingeführt sähe. Außerdem dringt die Landespartei auf ein Einwanderungsgesetz, um Asyl und allgemeine Einwanderung voneinander abzugrenzen.

Personell soll aus Sicht der Niedersachsen-CDU nur eine Veränderung erfolgen, indem Althusmann ins Präsidium einzieht. Ansonsten tritt Ursula von der Leyen wieder für einen der Posten als stellvertretende Bundesvorsitzende an, Elisabeth Heister-Neumann (Helmstedt) als Beisitzerin und Hennig Otte (Celle) als Mitgliederbeauftragter.

Zu den Delegierten aus dem Bereich Osnabrück/Ems zählen unter anderem die Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg, Albert Stegemann und Andé Berghegger, der Landesminister Reinhold Hilbers, der Europaparlamentarier Jens Gieseke, verschiedene Landtagsabgeordnete und Persönlichkeiten wie Reinhard Freiherr von Schorlemer, Fritz Brickwedde, Günther Wigbers und Johannes Lis.

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