"Zehn Gebote der Zuwanderung" : Niederösterreich will Asylbewerber zur Dankbarkeit verpflichten

In Niederösterreich sollen Asylbewerber bald die 'Zehn Gebote der Zuwanderung' lernen.
In Niederösterreich sollen Asylbewerber bald die "Zehn Gebote der Zuwanderung" lernen.

Mit den "Zehn Geboten der Zuwanderung" will ein österreichisches Bundesland Migranten zu Dankbarkeit verpflichten.

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13. Mai 2019, 06:49 Uhr

Berlin | Das österreichische Bundesland Niederösterreich plant offenbar sogenannte "Zehn Gebote der Zuwanderung", an die sich Asylbewerber halten sollen. Das berichtet die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf Angaben des zuständigen Landesministers. Demzufolge sollen Menschen, die in Niederösterreich Asyl beantragen, an sogenannten "Wertekursen" teilnehmen und die aufgestellten Gebote unterschreiben. Zu ihnen gehört demnach auch "Dankbarkeit gegenüber Österreich".

Wertekurse in 15 Sprachen

Der in dem Bundesland für Asylfragen zuständige Landesrat Gottfried Waldhäusl von der rechtspopulistischen FPÖ sagte der Zeitung, jeder Asylbewerber solle "neben den üblichen Verwaltungsunterlagen" diese "Zehn Gebote der Zuwanderung" erhalten. Waldhäusl sagte: "Sobald jemand zu uns kommt, erhält jeder Asylbewerber neben den üblichen Verwaltungsunterlagen auch die 'Zehn Gebote der Zuwanderung' von Niederösterreich. Die Gebote werden dann in allen Wertekursen und Integrationsprojekten in insgesamt 15 verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen. Wir werden in Kürze damit beginnen." Konkrete Angaben dazu, ab wann diese Pläne umgesetzt werden sollen, machte Waldhäusl nicht.

"Österreichische Werte"

Dem Bericht zufolge rufen die Gebote beispielsweise zur Einhaltung der Gesetze oder zum Deutschlernen auf. Das zehnte Gebot lautet demnach: "Du sollst Österreich gegenüber Dankbarkeit leben". Auch zur Achtung der Religionsfreiheit und zur Erziehung von Kindern nach "österreichischen Werten" soll es eigene Gebote geben.

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