Nach Versand mehrerer Rohrbomben : "Endlose Anfeindungen stoppen": Trump gibt Medien Mitschuld

US-Präsident Donald Trump während einer Wahlkampfveranstaltung.
US-Präsident Donald Trump während einer Wahlkampfveranstaltung.

US-Präsident Trump bezeichnete Demokraten schon als "Kriminelle", ruft nun aber Medien zu einem "zivilisierten Ton" auf.

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25. Oktober 2018, 06:00 Uhr

Mosinee | Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an Kritiker von Donald Trump hat der US-Präsident zu mehr Anstand in der politischen Debatte aufgerufen und die Mitverantwortung der Medien betont. "Diejenigen, die sich in der politischen Arena befinden, müssen damit aufhören, politische Gegner als moralisch fehlerbehaftet zu behandeln", sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Wisconsin. Trump tut sich allerdings selbst regelmäßig mit heftigen Attacken auf die oppositionellen Demokraten und andere Kritiker hervor, vergreift sich dabei häufig im Ton oder wird gar beleidigend. Zuletzt bezeichnete er die Demokraten mehrfach als "Kriminelle" und "Mob".

Kritische Medien empfindet Trump als "Feind des Volkes"

Der Präsident erklärte vor seinen Anhängern in der Stadt Mosinee weiter: "Wir sollten Menschen im öffentlichen Raum nicht anpöbeln oder öffentliches Eigentum zerstören." Zudem nahm er Journalisten in die Pflicht. "Die Medien stehen auch in der Verantwortung, einen zivilisierten Ton zu setzen und die endlosen Anfeindungen sowie die ständigen negativen und oft falschen Angriffe und Geschichten zu stoppen." Trump selbst hat ihm unliebsame Medien, die kritisch über ihn berichten, wiederholt als "Feinde des Volkes" bezeichnet. Am vergangenen Donnerstag lobte er einen Kongressabgeordneten für dessen gewaltsamen Angriff auf einen Journalisten.

Eine Rohrbombe ging an CNN

Kurz vor den Kongresswahlen, die Anfang November in den USA anstehen, hatte der Fund der Rohrbomben am Mittwoch für Aufruhr gesorgt. Sie waren an prominente demokratische Politiker und Trump-Kritiker wie Ex-Präsident Barack Obama, dessen frühere Außenministerin Hillary Clinton und Ex-CIA-Direktor John Brennan adressiert, wurden aber rechtzeitig abgefangen. Eine der Bomben wurde im Briefzentrum des Senders CNN entdeckt.


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