69 Menschen in Gewahrsam : Nach "Marsch gegen Marrakesch": Gewalt in Brüssel

Heftige Auseinandersetzungen in der Brüsseler Innenstadt zwischen rechten Demonstranten und der Polizei.
Heftige Auseinandersetzungen in der Brüsseler Innenstadt zwischen rechten Demonstranten und der Polizei.

Nach einem Protestmarsch rechter Gruppen in Brüssel ist es in der belgischen Hauptstadt am Sonntag zu Randalen gekommen.

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16. Dezember 2018, 17:48 Uhr

Brüssel | Nach einer Demonstration rechter Gruppen gegen den UN-Migrationspakt ist die Polizei am Sonntag in Brüssel mit Tränengas und einem Wasserwerfer gegen Gewalttäter vorgegangen. 69 Menschen wurden wegen Sachbeschädigung in Gewahrsam genommen, wie der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close der Nachrichtenagentur Belga sagte.

Die Gewalt ging dem Bericht zufolge von Teilnehmern der rechten Kundgebung im Europaviertel aus. Von den ursprünglich 5500 Demonstranten hätten 300 bis 400 versucht, ins Gebäude der EU-Kommission einzudringen. Randalierer hätten Steine und andere Gegenstände geworfen, berichtete ein Belga-Korrespondent. Die Polizei sei sofort eingeschritten. Am späten Nachmittag hatte sich die Lage dem Bericht zufolge beruhigt.

Linke Gegendemonstration mit etwa 1000 Menschen

Der von rechten und rechtsextremen flämischen Gruppen organisierte "Marsch gegen Marrakesch" richtete sich gegen den am vergangenen Montag in Marokko gebilligten UN-Pakt. Demonstranten forderten Belga zufolge Vorrang für "das eigene Volk", geschlossene Grenzen und den Rücktritt von Regierungschef Charles Michel.

Eine linke Gegendemonstration zog etwa tausend Menschen an. Nach Angaben von Bürgermeister Close demonstrierten sie ohne Zwischenfälle mehrere Kilometer entfernt in der Nähe des Parc Maximilien. Eine Gruppe der Protestbewegung "Gelbe Westen" unterstützte die Gegendemonstranten und distanzierte sich von dem rechten Aufmarsch.

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