Verbindung zum iranischen Geheimdienst : Bundesanwaltschaft: Mutmaßlicher Spion in der Bundeswehr festgenommen

Soldaten der Bundeswehr.
Soldaten der Bundeswehr.

Ein Berater der Bundeswehr wird verdächtigt, für den iranischen Geheimdienst spioniert zu haben.

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15. Januar 2019, 12:29 Uhr

Karlsruhe | Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen mutmaßlichen Spion für einen iranischen Nachrichtendienst bei der Bundeswehr. Der Mann sei am Dienstag im Rheinland festgenommen worden, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Gegen den 50 Jahre alten deutsch-afghanischen Staatsangehörigen sei bereits am 6. Dezember vergangenen Jahres Haftbefehl erlassen worden. Demzufolge wird ihm vorgeworfen, für einen iranischen Nachrichtendienst tätig gewesen zu sein und diesen mit Informationen versorgt zu haben.

Zugang zu sensiblen Informationen

Der Mann sei Sprachauswerter und Landeskundlicher Berater der Bundeswehr gewesen. Er sollte noch am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) vorgeführt werden. Weitere Details wurden nicht genannt. Zuvor hatte "Spiegel online" darüber berichtet. Dem Bericht zufolge hatte der Mann Zugang zu "sensiblen Informationen etwa zum Einsatz der Truppe in Afghanistan".

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte, es gebe gegen einen Angehörigen der Bundeswehr einen Spionageverdacht im Zusammenhang mit dem Iran. Für alle weiteren Fragen sei der Generalbundesanwalt zuständig.

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