Mit Söhnen bei Sportevent : Trump erneut öffentlich ausgebuht – "Das sollten eigentlich seine Fans sein"

Donald Trump wurde erneut bei einem Sportevent mit Applaus aber auch lauten Buhrufen empfangen.
Donald Trump wurde erneut bei einem Sportevent mit Applaus aber auch lauten Buhrufen empfangen.

Videos zeigen die Szene, als Trump mit seinen Söhnen zum UFC-Kampf in den Madison Square Garden kommt.

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03. November 2019, 16:13 Uhr

New York | Déjà-vu für US-Präsident Donald Trump: Als der 73-Jährige am Samstagabend (Ortszeit) einen Kampf-Wettbewerb im New Yorker Madison Square Garden besuchte, reckte er die Faust und winkte der Menge zu. Er erntete in seiner Heimatstadt allerdings nicht nur Applaus und Jubel, sondern noch lautere Buh-Rufe, wie Videos zeigen:

Außerdem demonstrierten vor dem Gebäude einige Dutzend Gegner des umstrittenen Präsidenten. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie "Raus jetzt mit Trump/Pence" in die Höhe.

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Trump war mit seinen Söhnen Donald junior und Eric sowie hochrangingen Republikanern zum Mixed-Martial-Arts-Event gekommen.

Trump jr.: Alles "Bullshit"

Eric Trump (von links) und Donald Trump jr. begleiteten ihren Vater zum MMA-Kampf. Foto: AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS
Eric Trump (von links) und Donald Trump jr. begleiteten ihren Vater zum MMA-Kampf. Foto: AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS

Trumps Sohn Donald jr. nannte die Berichte über den unfreundlichen Empfang "bullshit". "Als wir in die Arena liefen, war der Empfang überwältigend positiv", twitterte er und ergänzte auch Dana White, UFC-Präsident und langjähriger Vertraute des Präsidenten, habe die Szene bezeichnet als "den elektrisierendsten Einzug" in den 25 Jahren, die er schon Gastgeber ist.

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Die Mixed-Martial-Arts-Kämpfe stehen öffentlich in der Kritik. Sie seien zu brutal, meinen Kritiker, da ohne Boxhandschuhe gekämpft wird und auch auf den am Boden liegenden Gegner eingeschlagen werden darf. In den USA ist Mixed Martial Arts wegen ihrer verschiedenen Kampfstile mittlerweile beliebter als Boxen.

Doch Trump war schon früh Fan des Sports. Vor Jahrzehnten war er selber Gastgeber der Ultimate Fighting Championships in seinem "Trump Taj Mahal Hotel" in Atlantic City. "Ich bin ehrlich überrascht, dass Trump bei den UFC ausgebuht wird, twitterte der US-Politikwissenschaftler Ian Bremmer, denn: "Das sollten eigentlich seine Fans sein."

Buhrufe beim Baseball in Washington vor einer Woche

Am Sonntag vergangener Woche war Trump im Baseball-Stadion der Washington Nationales ausgebuht worden. Einiger seiner Gegner skandierten: "Sperrt ihn ein." Damit wandelten sie einen Ausruf ab, der häufig bei Kundgebungen von Trump-Anhängern zu hören ist und sich gegen die frühere demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton richtet.

Angesichts der von den US-Demokraten eingeleiteten Amtsenthebungsuntersuchung gegen Trump wegen dessen Ukraine-Affäre wird der Ausruf von Kritikern zunehmend auf den US-Präsidenten angewendet. Die Demokraten werfen Trump gravierenden Amtsmissbrauch vor. Dabei geht es um die Bestrebungen des Präsidenten, Ermittlungen in der Ukraine gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden, dessen früher für eine ukrainische Gasfirma tätigen Sohn Hunter und die Demokratische Partei zu erwirken.

Rückzug aus New York

Auch die Ankündigung, New York als Erstwohnsitz aufzugeben, könnte so manchen Buhrufer motiviert haben. Trump hatte vor zwei Tagen mitgeteilt, er werde Palm Beach in Florida zu seinem permanenten Wohnsitz machen. Er verlasse New York, weil er sich dort "schlecht behandelt" fühle.

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