Einwanderungsgesellschaft : Migrantenverbände fordern einen "Tag der deutschen Vielfalt"

Migrantenverbände werben für einen 'Tag der Vielfalt'. Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa
Migrantenverbände werben für einen "Tag der Vielfalt". Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa

Die Einwanderungsgesellschaft in Deutschland brauche einen symbolischen Akt - als Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt.

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03. Oktober 2018, 15:41 Uhr

Berlin | Neben dem Tag der deutschen Einheit sollte es nach Ansicht von Migrantenverbänden auch einen "Tag der deutschen Vielfalt" geben, der die positiven Aspekte der Einwanderungsgesellschaft würdigt. "Es ist wichtig, dass die Wiedervereinigung jedes Jahr symbolisch gefeiert wird", heißt es in einem Appell, den die Verbände am Mittwoch gemeinsam mit den "Neuen Deutschen Organisationen" veröffentlichten, einem Netzwerk von Vereinen, die für Teilhabe und gegen Rassismus eintreten.

Auch die Einwanderungsgesellschaft brauche einen symbolischen Akt - als Anerkennung der gesellschaftlichen Vielfalt in Deutschland. Die deutsche Einheit werde üblicherweise "aus einer rein "weißen" Sicht betrachtet - deutschdeutsche Ostdeutsche wiedervereint mit deutschdeutschen Westdeutschen", heißt es in dem Papier weiter. Die "Bindestrichdeutschen" auf beiden Seiten würden dabei oft vergessen.

Dabei sei die deutsche Einheit für sie zum Teil mit "rassistischen Erfahrungen" verbunden gewesen. Ein großer Teil der ostdeutschen Bevölkerung habe in den Jahren nach der Vereinigung Entfremdung und Stigmatisierung erlebt. Die Einheit bleibe unvollendet, wenn diese Geschichten nicht erzählt würden.

Unterzeichnet haben den Appell unter anderem die Türkische Gemeinde in Deutschland, der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine und die Iranische Gemeinde.


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