Migranten aus Zentralamerika : Donald Trump droht Mexiko mit Schließung der Grenze

Mexikanische Polizisten versuchen Migranten davon abzuhalten, den Grenzübergang El Chaparral zu den USA zu passieren.
Mexikanische Polizisten versuchen Migranten davon abzuhalten, den Grenzübergang El Chaparral zu den USA zu passieren.

Trump will illegale Migranten in Mexiko aus den USA fernhalten. Das Nachbarland soll handeln.

svz.de von
26. November 2018, 15:25 Uhr

Washington/Tijuana | US-Präsident Donald Trump hat Mexiko zu einer konsequenten Abschiebung jener mittelamerikanischen Migranten aufgerufen, die am Sonntag versucht hatten, illegal die Grenze zu den USA zu überqueren.

Mexiko müsse die Migranten, unter denen viele "eiskalte Verbrecher" seien, in ihre Heimatländer zurückschicken, schrieb Trump am Montag auf Twitter. "Macht es mit dem Flugzeug, macht es mit dem Bus, macht es, wie ihr wollt, aber sie kommen NICHT in die USA." Falls nötig werde die US-Regierung die Grenze dauerhaft schließen, drohte Trump – ohne konkreter zu werden.

Trump hatte bereits mehrfach damit gedroht, die Grenze angesichts des Andrangs von Migranten aus Zentralamerika komplett abzuriegeln. Wie genau das geschehen sollte, ließ er offen. Trump rief außerdem am Montag erneut den US-Kongress dazu auf, Geld für die von ihm geplante Mauer an der Südgrenze der USA freizugeben.

Mexiko will Migranten abschieben

Mehrere hundert mittelamerikanische Migranten hatten am Sonntag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana versucht, illegal die Grenze zu den USA zu überqueren. US-Sicherheitskräfte schossen Tränengas auf die mexikanische Seite. Die US-Behörden schlossen vorübergehend auch die dortigen Grenzübergänge. Das mexikanische Innenministerium kündigte bereits an, die an den Unruhen Beteiligten abzuschieben: Die Migranten, deren Identität festgestellt werden könne, müssten umgehend Mexiko verlassen.

Lesen Sie: Migranten stürmen US-Grenze – Mexiko will Zaunkletterer abschieben

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen