Midterm Elections 2018 : Warum in den USA immer dienstags gewählt wird

Dass in den USA immer dienstags gewählt wird, hat eine lange Tradition.
Dass in den USA immer dienstags gewählt wird, hat eine lange Tradition.

Dass die Amerikaner ihre Stimme an einem Dienstag abgeben, hängt mit einer alten Tradition zusammen.

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05. November 2018, 10:52 Uhr

Washington | In Deutschland ist es völlig selbstverständlich, an einem Sonntag sein Kreuz zu setzen und zur Wahl zu gehen. In den USA finden Wahlen hingegen immer an einem Dienstag statt, der zwischen den 2.und 8. November fällt – aber warum ist das so?

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Eine alte Tradition

Die Entscheidung für den Dienstag geht auf ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz aus dem Jahr 1845 zurück. Damals war Amerika noch von der Landwirtschaft geprägt, zudem wurde Rücksicht auf religiöse Befindlichkeit genommen und die Anreise zur Wahl spielte eine wichtige Rolle.

So sollte der Tag der Wahl des Präsidenten so fallen, dass die Herbsternte bereits eingefahren ist. Der tiefe Winter galt als zu riskant, da die Wähler aus den ländlichen Regionen aufgrund des Wetters nur schwer hätten anreisen können. Der Sonntag kam für die religiösen Amerikaner gar nicht erst in Frage, da dies der Tag des Herrn sei. Der Montag sollte für die Anreise genutzt werden, da es damals nur möglich war, seine Stimme in der Bezirkshauptstadt abzugeben. Und Donnerstag? Dieser Wochentag galt als ungünstig, weil die damals ungeliebten Briten ihr Parlament an diesem Tag wählten. Und da am Samstag der traditionelle Markttag stattfand, sollte man sich darauf am Freitag vorbereiten können.

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Aus all diesen Gründen wurde letztendlich entschieden, dass am Dienstag nach dem ersten Montag im November gewählt wird. Nach dieser Tradition wählen die Amerikaner seit 1872 auch das Repräsentantenhaus und seit einer Kongressentscheidung von 1915 auch den Senat an diesem besagten Tag im November.

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