Wer wird Chef der CDU? : Merz erklärt Kandidatur für CDU-Vorsitz – Laschet will Teamlösung mit Spahn

Merz, Laschet mit Spahn oder Röttgen? Wer wird neuer Chef der CDU?
Merz, Laschet mit Spahn oder Röttgen? Wer wird neuer Chef der CDU?

Norbert Röttgen hat seinen Hut bereits in den Ring geworfen.

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24. Februar 2020, 18:27 Uhr

Berlin | Das Ringen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geht in eine entscheidende Phase. Nach dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat am Dienstag auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz seine Kandidatur bekanntgeben. Er habe sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, beim Parteitag am 25. April anzutreten, sagte er am Dienstag in Berlin.

Merz sieht das Thüringen-Desaster als Ergebnis der aktuellen Führungsschwäche seiner Partei. "Ich hätte mir da mehr Führung gewünscht durch die Bundespartei", sagte er am Dienstag bei der Vorstellung seiner Kandidatur für den Parteivorsitz in Berlin. Der künftige CDU-Chef brauche die "notwendige Autorität". Merz sagte nun dazu: "Ich spiele hier auf Sieg, und nicht auf Platz."

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Laschet will CDU-Vorsitz – Spahn als Vize

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den CDU-Vorsitz. Das sagte er am Dienstag in Berlin. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet und Bundesgesundheitsminister Spahn gaben dort eine gemeinsame Pressekonferenz. Das Thema lautete: "Zur Zukunft der CDU Deutschlands". Auf der PK verkündete Jens Spahn seine Unterstützung für Armin Laschet. Spahn sieht die CDU "in der größten Krise ihrer Geschichte". Er wolle den Zusammenhalt, den er einfordere, auch vorleben. "Wir müssen mehr denn je zusammenstehen." In einem Video erklären beide ihre gemeinsame Kandidatur:

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Laschet wiederum hat seine Mitbewerber um den CDU-Vorsitz dafür kritisiert, sich einer Teamlösung nicht angeschlossen zu haben. "Wir können und müssen unsere Partei und unser Land wieder zusammenführen", sagte Laschet am Dienstag in Berlin. "Und dafür will ich kandidieren als Vorsitzender der CDU Deutschlands. Ich bedauere, dass nicht alle Kandidaten sich diesem Teamgedanken anschließen konnten."

Röttgen will für CDU-Vorsitz im Team mit einer Frau kandidieren

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen will für den Parteivorsitz im Team mit einer Frau kandidieren. "Die zweite Person in meinem Team wird eine Frau sein", schrieb der frühere Bundesumweltminister am Dienstag bei Twitter. Einen Namen nannte er zunächst nicht. "Frauen gehören an vorderster Stelle mit zur CDU", sagte Röttgen im Fernsehsender Phoenix. "Wenn die CDU eine Partei der Mitte sein will, reicht es nicht, das nur zu behaupten", ergänzte er

Lesen Sie auch: Friedrich Merz profitiert vom CDU-Chaos

Günther: Laschet und Spahn bilden Bandbreite der Union gut ab

Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) hat die Kandidatur des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet für den CDU-Vorsitz begrüßt. "Das Team Armin Laschet/Jens Spahn ist in diesen Zeiten das richtige Signal und wird von mir ausdrücklich unterstützt", sagte Günther am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bundesgesundheitsminister Spahn will als Laschets Stellvertreter zur Wahl auf dem Sonderparteitag am 25. April antreten, wie beide Politiker am Dienstag gemeinsam in Berlin erklärten.

Im Video: Merz bei K-Frage vorn:


Sonderparteitag am 25. April

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag angekündigt, dass sich mögliche Kandidaten noch in dieser Woche erklären wollen. Gewählt wird die neue Parteispitze auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin.

Mit der Bewerbung von Merz steht fest, dass die CDU erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Die Chancen für eine einvernehmliche "Teamlösung" sind drastisch gesunken.

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