Neues Mandat : Bundeswehr-Einsatz in Mali wird ausgeweitet

Der Bundeswehr-Einsatz in Mali soll mit zusätzlichen Soldaten ausgeweitet werden.
Der Bundeswehr-Einsatz in Mali soll mit zusätzlichen Soldaten ausgeweitet werden.

Künftig sollen bis zu 450 deutsche Soldaten nach Mali entsendet werden können, 100 mehr als bisher.

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29. Mai 2020, 12:56 Uhr

Berlin | Der Bundestag hat einer Ausweitung des Einsatzes deutscher Soldaten im westafrikanischen Mali und der Sahelregion zugestimmt. Eine deutliche Mehrheit von 437 Abgeordneten votierte am Freitag für ein neues Mandat zur deutschen Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission EUTM. Es sieht vor, dass künftig bis zu 450 deutsche Soldaten entsendet werden können, 100 mehr als bisher. Sie sollen die malischen Streitkräfte näher begleiten, wenn diese in Einsätze gehen, und auch ein Ausbildungszentrum in Zentralmali aufbauen. Dagegen votierten 149 Abgeordnete, 58 enthielten sich, wie es die Grünen angekündigt hatten.

Die Grünen im Bundestag sind gegen eine Ausweitung des Mali-Einsatzes.
dpa/Britta Pedersen
Die Grünen im Bundestag sind gegen eine Ausweitung des Mali-Einsatzes.


Bundeswehr-Einsatz in Mali: Neues Mandat gilt bis Ende Mai 2021

Das EUTM-Mandatsgebiet wird zudem auf alle G5-Sahelstaaten – Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad – ausgeweitet. Die Operation "Gazelle", bei der deutsche Kampfschwimmer in Niger örtliche Spezialkräfte ausbilden, wird erstmals in das EUTM-Mandat einbezogen. Wegen der Corona-Pandemie ruht die Ausbildungsmission der Europäer in dem Land derzeit aber weitgehend. Das neue Mandat des Bundestages gilt bis Ende Mai 2021.

Die Bundeswehr ist in dem von islamistischen Terrorgruppen und organisierter Kriminalität bedrohten Mali außerdem am UN-Einsatz Minusma beteiligt, der nahezu unverändert mit weiterhin bis zu 1100 Soldaten fortgesetzt werden soll. Auch darüber wollte der Bundestag noch am Freitag abstimmen.

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