Angriff auf Bremer AfD-Chef : Internes Schreiben: Magnitz wollte mit Foto "mediale Betroffenheit" erzeugen

Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wurde von drei unbekannten Männern angegriffen.
Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wurde von drei unbekannten Männern angegriffen.

"Wir haben die gesamte Nation aufgerüttelt und einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt", schrieb Magnitz seiner Partei.

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15. Januar 2019, 18:47 Uhr

Bremen | Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wollte mit der Veröffentlichung eines Fotos direkt nach dem Angriff auf ihn "mediale Betroffenheit" auslösen. In einem parteiinternen Schreiben, das der Zeitung "taz" vorliegt, begründete der 66-Jährige sein Vorgehen. "Mir war klar, dass eine entsprechende Aufmerksamkeit damit erzielt werden würde", schreibt Magnitz. "Wir haben die gesamte Nation aufgerüttelt und einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt, was uns sonst nie gelungen wäre!" Auf dem Foto ist der Kopf des AfD-Politikers mit einer klaffenden Stirnwunde zu sehen. Magnitz bestätigte der dpa am Dienstag, Verfasser des Schreibens zu sein. Es habe aber parteiintern bleiben sollen, sagte er.

Weiterlesen: Staatsanwaltschaft prüft Bekennerschreiben im Fall Magnitz

Polizei veröffentlichte Video

Der AfD-Bundestagsabgeordnete war am Montag vergangener Woche in Bremen überfallen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler veröffentlichten am Freitag ein Video aus Überwachungskameras. Es zeigt, wie drei Männer Magnitz verfolgen. Einer von ihnen springt Magnitz von hinten an und rammt ihn mit Wucht zu Boden. Der Politiker stürzt und schlägt mit dem Kopf auf. Er verbrachte zwei Tage im Krankenhaus.

Weiterlesen: Nach Angriff in Bremen: Staatsanwaltschaft widerspricht Darstellung der AfD

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