„Verwechslung“ an der Grenze : Lukaschenko: Keine russischen Streitkräfte in Belarus

Alexander Lukaschenko dementiert die Stationierung von russischen Soldaten.
Alexander Lukaschenko dementiert die Stationierung von russischen Soldaten.

Laut Lukaschenko kommt es an der Grenze zu "Verwechslungen", ausländische Streitkräfte seien aber nicht vor Ort.

von
19. August 2020, 13:48 Uhr

Minsk | In Belarus (Weißrussland) sind nach Angaben von Machthaber Alexander Lukaschenko keine russischen Streitkräfte zum Schutz der Staatsführung präsent. Es gebe ein Problem mit Falschnachrichten und Lügen im Internet, denen zufolge ausländische Streitkräfte und Militärtechnik aus Russland in Belarus seien, sagte der 65-Jährige am Mittwoch laut der Staatsagentur Belta in Minsk. Wahrscheinlich sei verwechselt worden, dass sich Streitkräfte seines Landes an die Westgrenze zur EU bewegten, meinte er. "Was ausländische Streitkräfte angeht, so ist da heute kein einziger Mensch aus anderen Staaten in Belarus", sagte er.

Auch Russland dementiert Stationierung von Soldaten

Auch der Kreml wies solche Spekulationen aus den sozialen Netzwerken als falsch zurück. "Die russische Militärtechnik befindet sich auf dem Gebiet der Russischen Föderation", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. "Hier gibt es nichts zu kommentieren." Er bestätigte zwar, dass es in den Verträgen mit Belarus Verpflichtungen gebe zu gegenseitigem Beistand. "Aber wissen Sie, im Moment gibt es dafür überhaupt keine Notwendigkeit, und entsprechend hat auch die Führung von Belarus selbst eingeräumt, dass es keine solche Notwendigkeit gebe."

Weiterlesen: Proteste in Belarus: Kreml warnt Ausland vor Einmischung

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen