Diskussion um Merkel-Erbe : NRW-Ministerpräsident Laschet: "Werden nur mit einem Kurs der Mitte gewinnen"

Partie-Vize Armin Laschet hat sich gegen einen Kurswechsel bei der CDU auch nach dem Ende der Merkel-Ära ausgesprochen. Foto: picture alliance/dpa
Partie-Vize Armin Laschet hat sich gegen einen Kurswechsel bei der CDU auch nach dem Ende der Merkel-Ära ausgesprochen. Foto: picture alliance/dpa

Armin Laschet hält nichts davon den Parteivorsitz und das Kanzleramt zu trennen und verweist auf den Koalitionspartner.

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29. September 2018, 10:48 Uhr

Berlin | Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die CDU vor einem konservativeren Kurs nach einem Ende der Ära Merkel gewarnt. "Auch in einer Zeit nach Angela Merkel wird die Union nur mit einem Kurs der Mitte gewinnen", sagte der CDU-Vizevorsitzende der Zeitung "taz am Wochenende". "Eine sogenannte konservative Revolution wird es nicht geben", fügte er mit Blick auf den vom CSU-Politiker Alexander Dobrindt in die Debatte eingeführten Begriff hinzu.

Laschet spricht sich dagegen aus, das Amt der Bundeskanzlerin vom CDU-Vorsitz zu trennen. "Die CDU war in der Vergangenheit gut beraten, das Amt des Regierungschefs und des Parteichefs zusammenzuhalten. Bei der SPD war das nicht immer so, was oft zu Spannungen führte."

Merkel hat ihre Meinung nicht geändert

Nach der Abwahl des Merkel-Vertrauten Volker Kauder als Unionsfraktionschef wird zunehmend auch über ihre politische Zukunft diskutiert. Sie selbst hat erkennen lassen, dass sie trotz parteiinterner Kritik beim CDU-Parteitag Anfang Dezember wieder für den Vorsitz kandidieren will. "Ich habe gesagt, ich stehe für diese Legislaturperiode zur Verfügung, und ich habe meine Meinung bezüglich der Verbindung von Parteivorsitz und Kanzlerschaft nicht geändert", sagte sie am Donnerstagabend bei einer Interviewveranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" auf die Frage, ob sie den Parteivorsitz abgeben wolle. Merkel hatte immer gesagt, dass Kanzlerschaft und Parteivorsitz zusammengehören.

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