Wenige Tage nach 97. Geburtstag : Langjähriger DDR-Außenminister Oskar Fischer gestorben

Der ehemalige DDR-Außenminister Oskar Fischer ist tot. Hier steht er bei der Volkskammertagung 1990 am Pult.
Der ehemalige DDR-Außenminister Oskar Fischer ist tot. Hier steht er bei der Volkskammertagung 1990 am Pult.

Der langjährige DDR-Außenminister Oskar Fischer ist tot. Er starb am 2. April in Berlin kurz nach seinem 97. Geburtstag.

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03. April 2020, 10:36 Uhr

Berlin | Oskar Fischer, Mitglied des Zentralkomitees der SED, war von 1975 bis wenige Monate nach dem Mauerfall Minister für Auswärtige Angelegenheiten und vertrat die DDR auf internationalem Parkett. Nach der ersten freien Volkskammerwahl übernahm im April 1990 Markus Meckel für die SPD in der neuen Regierung unter Lothar de Maizière (CDU) das Amt für kurze Zeit.

Botschafter in Bulgarien

Laut Verlag begann Fischer nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und sowjetischer Kriegsgefangenschaft in der DDR als Funktionär der Jugendorganisation FDJ (Freie Deutsche Jugend). Von 1955 bis 1959 war der gelernte Schneider Botschafter in Bulgarien.

Nach einem Studium in Moskau stieg Fischer in Ost-Berlin 1965 zum Vize-Außenminister und dann zum Staatssekretär auf, bevor er das Ministeramt bekam. Nach dem Mauerfall veröffentlichte er laut Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2007 ein Buch, in dem er die Grenzen der DDR-Außenpolitik im internationalen System beschrieb.

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