Keine Tools für Telefonkonferenzen : Beschwerdebrief von Trittin: Bundestag auf Homeoffice schlecht vorbereitet

Viele Abgeordnete arbeiten zwar mit vernetzungsfähigen Tablet-Computern, doch gemeinsam genutzte Tools fehlen Trittin zufolge.
Viele Abgeordnete arbeiten zwar mit vernetzungsfähigen Tablet-Computern, doch gemeinsam genutzte Tools fehlen Trittin zufolge.

Der ehemalige Grünenchef kritisiert, die IT des Bundestags eigne sich wenig für die Arbeit von Zuhause.

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19. März 2020, 07:28 Uhr

Berlin | Der Bundestag ist aus Sicht von Grünen-Politiker Jürgen Trittin schlecht auf die in der Coronakrise notwendige Arbeit von zu Hause vorbereitet. Die "IT-Landschaft des Bundestags" sei "nur begrenzt dafür aufgestellt", kritisierte Trittin in einem Brief an die zuständige Kommission des Ältestenrates im Bundestag, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag.



So fehlten Tools für Telefon- oder Videokonferenzen, die Abgeordnete und Mitarbeiter außerhalb des Büros flexibel einsetzen könnten. "Auch scheinen die wenigsten Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung in der Lage zu sein, ihre E-Mail-Postfächer von zu Hause aus abzurufen oder auf ihre Dateien und die ihres Referats zugreifen zu können."

Pau bittet um rasche Besorgung der nötigen Tools

Für Online-Konferenzen müsse jeder Abgeordnete sich um eigene Lösungen kümmern. "Hier wäre die Wahl einheitlicher Instrumente sicher angebracht, um eine Standardisierung zu erreichen und Support-Bedarf zu verringern", schrieb der frühere Bundesumweltminister an die Linke-Politikerin Petra Pau, die der Kommission des Ältestenrates für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien vorsitzt. "Ich möchte Sie deshalb bitten, zu prüfen, wie kurzfristig der Situation angemessene Instrumente zur Verfügung gestellt werden können, sei es durch Bereitstellung von Software oder durch Freischaltung gängiger Instrumente und Software für die Arbeitsrechner."

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