Kriminalstatistik 2019 : Zahl der Straftaten in Deutschland deutlich zurückgegangen

Die Zahl der Diebstähle in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut stark gesunken.
Die Zahl der Diebstähle in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut stark gesunken.

Das Bundeskriminalamt verzeichnet jedoch eine starke Zunahme bei Kinderpornografie und Missbrauch.

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24. März 2020, 12:19 Uhr

Berlin | Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist deutlich zurückgegangen. Die am Dienstag vom Bundeskriminalamt veröffentlichte Polizeistatistik weist für das vergangene Jahr insgesamt knapp 5,4 Millionen Delikte aus. Das entspricht einem Rückgang um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark sank die Zahl der Diebstähle und Einbrüche. Ein kräftiger Anstieg wurde hingegen im Bereich der Kinderpornografie verzeichnet.

Zahl der Diebstähle auf niedrigstem Stand seit 1987

Die Zahl der Tatverdächtigen lag mit insgesamt knapp 1,9 Millionen um 1,8 Prozent niedriger als 2018. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen betrug wie im Vorjahr etwa 30 Prozent, heißt es in der Statistik.Bei der Gesamtzahl der Diebstähle weist die Kriminalbilanz einen Rückgang von 5,9 Prozent auf 1,8 Millionen aus. Es handelt sich dabei um den niedrigsten Wert seit 1987. Besonders stark – und zwar um 10,6 Prozent – gingen die Wohnungseinbrüche zurück. Taschendiebstähle gingen um 9,7 Prozent zurück. Einen starken Anstieg weist die Statistik hingegen bei Verstößen wegen der Verbreitung pornografischer Schriften aus.

Starke Zunahme bei Kinderpornografie und Missbrauch

Die Zahl der Delikte stieg um 51,6 Prozent, bei Kinderpornografie waren es sogar 64,6 Prozent zu beobachten. Diese Zunahme führt das Bundeskriminalamt im Wesentlichen auf die Verbreitung via Internet zurück. Die Zusammenarbeit mit der halbstaatlichen US-Nichtregierungsorganisation NCMEC, die im Internet nach kinderpornographischem Material sucht und Funde an die Strafverfolgungsbehörden weitergibt, führte zu mehr Hinweisen und Ansatzpunkten für Ermittlungen.

Auch beim sexuellen Missbrauch von Kindern war eine deutliche Zunahme zu verzeichnen, und zwar 10,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank die "Gewaltkriminalität" hingegen geringfügig um 2,3 Prozent. Bei der Computerkriminalität gab es ein Plus von 11,3 Prozent.

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