CDU-Chefin im ZDF-Sommerinterview : Kramp-Karrenbauer fordert: "CO2 muss etwas kosten"

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer beim Sommerinterview mit ZDF-Moderator Theo Koll.
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer beim Sommerinterview mit ZDF-Moderator Theo Koll.

Im ZDF-Sommerinterview fordert CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer eine CO2-Steuer.

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07. Juli 2019, 20:57 Uhr

Berlin | Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich beim Klimaschutz für eine Verständigung über die Parteigrenzen hinweg ausgesprochen. "Ich bin davon überzeugt, dass wir einen nationalen Klimakonsens brauchen", sagte die Parteichefin am Sonntag im ZDF-Sommerinterview.

Vereinbarungen allein in der Regierung reichten nicht aus. Deshalb werde sie nach der Sommerpause auf die anderen Parteien zugehen, um mit ihnen "gemeinsame Lösungen" für Deutschland zu finden. Prinzipiell hält sie es für richtig, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einem Preisschild zu versehen.

"CO2 muss etwas kosten." Annegret Kramp-Karrenbauer

Auf die Frage, mit welchem CO2-Konzept sie persönlich antreten würde, antwortete sie: "Wir werden am Ende einen Mix brauchen aus ordnungspolitischen Maßnahmen, aus Anreizen, aus Technologieförderung und aus Lenkung über den Preis." (Weiterlesen: CO2-Steuer auf Sprit und Heizen – Was bedeutet das für Verbraucher?)

Kampfansage an die Grünen

Das bisherige System aus Steuern, Umlagen und Abgaben sei nach Ansicht von Experten intransparent und zum Teil auch sozial nicht ausgewogen. Sie sei aber zuversichtlich, dass man bis September unter Berücksichtigung neuer Gutachten eine Entscheidung finden werde.

Auf die Frage, ob Schwarz-Grün die angemessene Antwort auf die Fragen der Zeit sei, antwortete die CDU-Chefin: "Die Grünen sind im Moment aus meiner Sicht in einer durchaus komfortablen Situation, weil zur Zeit ein Thema eine Rolle spielt, bei dem ihnen eine große Kompetenz zugeordnete wird." Außerdem habe die Partei alte Richtungs- und Personaldebatten beendet - zumindest in der Öffentlichkeit. Die Grünen seien zuletzt auch "zu wenig politisch gestellt" worden. Das werde sich aber demnächst ändern.

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