Klimaschutz : "Gefährliche Klimakrise" – Umweltverbände mit dringendem Appell

Natur- und Umweltschützer fordern einen sofortigen Kohleausstieg.
Natur- und Umweltschützer fordern einen sofortigen Kohleausstieg.

Natur- und Umweltschutzverbände fordern beim Thema Klimaschutz verbindliche Maßnahmen von der Bundesregierung.

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16. August 2019, 15:44 Uhr

Berlin | Mehrere Natur- und Umweltschutzverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, Sofortmaßnahmen für mehr Klimaschutz anzugehen.

"Wir befinden uns am Anfang einer gefährlichen Klimakrise. Dürresommer und Hitzewellen, Überflutungen und Sturmschäden werden uns mit Regelmäßigkeit treffen", warnten die zehn Verbände, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und WWF Deutschland, am Freitag in Berlin. Gebraucht würden wirksame Maßnahmen, "und zwar sofort". "Für Symbolpolitik ist die Zeit abgelaufen", erklärten die Verbände.

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Was bisher falsch läuft

Das deutsche Klimaschutzziel für 2030 besagt, dass die CO2-Emissionen bis dahin um 55 Prozent niedriger liegen sollen als 1990. Am 20. September soll das Klimakabinett hierzu einen Maßnahmenkatalog beschließen. Schon jetzt zeige sich aber, "dass die dort vorgeschlagene Kombination aus reinen Anreizprogrammen und einem Einstieg in eine CO2-Bepreisung noch nicht einmal für diese Ziele ausreichen wird", kritisierten die Verbände. Nötig seien stattdessen "klare und messbare gesetzliche Maßnahmen, die jederzeit nachgeschärft" werden könnten.

Die Maßnahmen sollten sofort umgesetzt werden

Die Bundesregierung müsse im Rahmen des anstehenden Klimaschutzgesetzes verbindliche Sofortmaßnahmen umsetzen, forderten die Verbände. Zu ihrem Handlungsprogramm zählen ein sofortiger Beginn des Kohleausstiegs, der Einstieg in die CO2-Bepreisung noch in dieser Legislaturperiode und ein "naturverträglicher" Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zudem müssten Bahnpreise auf innerdeutschen Strecken günstiger als Flugpreise gemacht werden.

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Die Verbände forderten ferner ein Moratorium für den Aus- und Neubau neuer Fernstraßen und Flughäfen bis 2029 sowie grundlegende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, damit in Klima- und Naturschutz investiert werden könne. Auch eine Verringerung der Nutztierbestände sowie eine Verschärfung des Düngerechts und die Einführung einer Stickstoff-Überschussabgabe seien notwendig.

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