Pläne der Justizministerin : Katarina Barley will Wohnungsverkäufer für Makler zahlen lassen

Bundesjustizministerin Katarina Barley will Marklerkosten anders verteilen.
Bundesjustizministerin Katarina Barley will Marklerkosten anders verteilen.

Ein Gesetzentwurf des Ministeriums sieht vor, dass derjenige für die Gebühren aufkommt, der den Makler beauftragt hat.

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25. Februar 2019, 10:03 Uhr

Berlin | Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will durchsetzen, dass beim Kauf und Verkauf von Wohnungen und Häusern künftig derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt – so wie das schon bei Vermietungen der Fall ist. "Ein eigenes Zuhause wird gerade für junge Menschen und Familien immer schwerer zu finanzieren. Oft müssen Käufer enorme Maklerkosten tragen, obwohl der Verkäufer den Makler beauftragt hat", sagte die SPD-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung". Mit der Neuregelung sollten Käufer bei den Nebenkosten des Immobilienerwerbs entlastet werden.

"Wer bestellt, der zahlt"

Dem Bericht zufolge wechseln in Deutschland nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes jedes Jahr 500.000 Wohnimmobilien den Eigentümer. In fast zwei von drei Fällen seien Makler beteiligt – mit einer Provision von bis zu 7,14 Prozent der Kaufsumme. Bei einer 400.000 Euro teuren Immobilie mache dies schon knapp 30.000 Euro aus.

Gerade in den Regionen mit großer Wohnungsnot sei es üblich, dass die Provision allein vom Käufer gezahlt wird. Für Barley sei klar, dass der Grundsatz "Wer bestellt, der zahlt" auch bei Immobilienkäufen gelten müsse. "Das sorgt für einen echten Wettbewerb und faire Preise bei den Maklerkosten", sagte die Ministerin der Zeitung.

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