"Anlass zur Sorge" : Junge Menschen konsumieren immer mehr Cannabis

2008 gaben noch 11,6 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, Cannabis geraucht zu haben.
2008 gaben noch 11,6 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, Cannabis geraucht zu haben.

22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal gekifft zu haben.

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24. Juni 2019, 14:18 Uhr

Berlin | Der Cannabiskonsum unter jungen Leuten in Deutschland ist weiter gestiegen. In einer am Montag veröffentlichen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2018 gaben 22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis genommen zu haben. 2016 waren das 16,8 Prozent und 2008 nur 11,6 Prozent.

Anstieg auch bei Zwölf- bis 17-Jährigen

Ein Anstieg ist auch bei den Zwölf- bis 17-Jährigen zu beobachten. Acht Prozent der Jugendlichen haben nach eigenen Angaben mindestens einmal in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert. Im Jahr 2016 waren es 6,9 Prozent und 2011 nur 4,6 Prozent.

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"Die Anstiege des Cannabiskonsums bei jungen Menschen geben Anlass zur Sorge", erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Besonders verbreitet sei der Konsum unter 18- bis 25-jährigen Männern. Nahezu jeder Zweite gibt demnach an, schon einmal Cannabis genommen zu haben.

Mortler: Cannabis bleibt Droge mit Risiken

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnte erneut vor den Gefahren der Droge. "Wer behauptet, Cannabis ist ungefährlich, der irrt sich gewaltig." Cannabis sei eine Droge mit hohen gesundheitlichen Risiken. Daher führe eine Debatte um Legalisierung völlig am Ziel vorbei.

Mortler setzt stattdessen auf mehr Aufklärung. "Wir möchten erreichen, dass mehr Jugendliche über die Gefahren Bescheid wissen und nicht aus Gruppenzwang oder Neugierde noch leichter an den Stoff herankommen."

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