Bericht von Save the Children : Jedes Jahr sterben 100.000 Babys durch Kriege und Konflikte

Kinder in einem syrischen Flüchtlingscamp.
Kinder in einem syrischen Flüchtlingscamp.

Fast jedes fünfte Kind wächst in einem Konfliktgebiet auf. 100.000 Babys fallen Kriegen jedes Jahr zum Opfer.

von
15. Februar 2019, 07:54 Uhr

London/Berlin | Mehr als 100.000 Babys sterben jedes Jahr durch Kriege und Konflikte in den zehn am schlimmsten betroffenen Ländern. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children am Freitag anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlicht hat.

Weiterlesen: Das sollten Sie zur Münchener Sicherheitskonferenz wissen

Fast jedes fünfte Kind wächst demnach in einem Konfliktgebiet auf. "Das ist mehr als je zuvor in den vergangenen 20 Jahren", sagte die Leiterin von Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt. 2017 waren das 420 Millionen Mädchen und Jungen, Anfang der 1990er Jahre noch etwa halb so viele.

Zu den zehn gefährlichsten Ländern für Kinder zählt die Organisation Afghanistan, Jemen, Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Syrien, Irak, Nigeria, Somalia und auch Mali. In diesen zehn Staaten seien zwischen 2013 und 2017 mindestens 550.000 Babys durch die Folgen der Konflikte ums Leben gekommen.

"Das Leid der Kinderwird immer grauenvoller"

Die meisten von ihnen starben dem Report zufolge durch indirekte Konfliktfolgen wie Hunger, zerstörte Infrastruktur und mangelnden Zugang zur Gesundheitsversorgung. "Bezieht man die Kinder unter fünf Jahren mit ein, sind es sogar mindestens 868.000", teilte Save the Children mit. Im Vergleich dazu kamen der Organisation zufolge im selben Zeitraum 175.000 kämpfende Erwachsene ums Leben.

"Das Leid der Kinder in Kriegen wird immer grauenvoller", erklärte Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. "Kinder und Zivilisten dürfen niemals Angriffsziele sein." Dennoch gerieten täglich Mädchen und Jungen unter Beschuss. "Kriegsverbrechen wie der Gebrauch chemischer Waffen, Zwangsrekrutierung oder Vergewaltigung sind an der Tagesordnung und die Welt schaut zu."

Save the Children setzt sich unter anderem für eine unabhängige Untersuchungskommission ein, die sich aller Völker- und Menschenrechtsverletzungen – vor allem gegen Kinder – annimmt.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen