Intensivpädagoge Baumann im Interview : „Isolierung von Kindern wegen Corona ist kindswohlgefährdend“

von 11. August 2020, 01:00 Uhr

svz+ Logo
16.04.2020, Niedersachsen, Pattensen: Eine Mutter befestigt mit ihrer Tochter ein selbstgemaltes Bild am Zaun eines geschlossenen Kindergartens in der Region Hannover. Eltern kommen bei der Corona-Pandemie nach fünf Wochen ohne Schule und Kita als Krisenmanager an ihre Belastungsgrenze. Wie lässt sich der Quarantäne-Koller innerhalb von Familien verhindern? Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
16.04.2020, Niedersachsen, Pattensen: Eine Mutter befestigt mit ihrer Tochter ein selbstgemaltes Bild am Zaun eines geschlossenen Kindergartens in der Region Hannover. Eltern kommen bei der Corona-Pandemie nach fünf Wochen ohne Schule und Kita als Krisenmanager an ihre Belastungsgrenze. Wie lässt sich der Quarantäne-Koller innerhalb von Familien verhindern? Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gesundheitsämter und Ärzteverbände fordern, Corona-Infizierte von ihren Familien zu trennen, um Ansteckungen daheim zu verhindern. Für Minderjährige wäre die Isolierung von den Eltern gefährlich, warnt Memmo Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, im Interview mit unserer Redaktion.

Berlin | "Aus Sicht des Kindeswohls muss ein Elternteil mit in Quarantäne", sagte er. Um den Schulunterricht in Corona-Zeiten dauerhaft zu ermöglichen, schlägt der Wissenschaftler eine radikales Konzept vor: Jede Klasse oder Jahrgangsstufe sollte von nur einem einzigen Lehrer betreut werden. Fachkollegen müssten den Bezugslehrer mit E-Lerning-Material ausst...

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab (anschließend 7,90 €/Monat), um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in unserer App stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.

Monatlich kündbar

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Hier anmelden »

Oder kostenlos bis zu drei Artikel in 30 Tagen lesen

Registrieren »
zur Startseite