Früherer Verfassungsschutzpräsident : Hans-Georg Maaßen tritt konservativer Werteunion bei

Hans-Georg Maaßen, früherer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, ist der konservativen Werteunion beigetreten. Foto: dpa/Federico Gambarini
Hans-Georg Maaßen, früherer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, ist der konservativen Werteunion beigetreten. Foto: dpa/Federico Gambarini

Die konservative Werteunion freut sich über zwei neue "renommierte Mitglieder": Hans-Georg Maaßen und Werner Patzelt.

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21. Februar 2019, 12:44 Uhr

Berlin | Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist der Werteunion, einem Zusammenschluss konservativer Unionspolitiker, beigetreten. Maaßen sowie der Politikwissenschaftler Werner Patzelt seien Mitglied der Werteunion geworden, teilte deren Bundesvorsitzender Alexander Mitsch am Donnerstag mit.

Der Eintritt "zweier solch renommierter" CDU-Mitglieder zeige, dass sich die Werteunion "allen Widerständen zum Trotz" innerhalb der CDU und CSU etabliert habe.

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Ziel der Werteunion bleibe "ein Politikwechsel der CDU/CSU", insbesondere für eine stärkere Begrenzung und Steuerung der Einwanderung sowie eine Senkung der Steuern und Sozialabgaben, erklärte Mitsch, ein erklärter Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte lange an Maaßen festgehalten, nachdem dieser im Zusammenhang mit Äußerungen zu den Vorfällen im Sommer in Chemnitz in die Kritik geraten war. Die Große Koalition einigte sich darauf, Maaßen ins Innenministerium zu versetzen. Wegen seiner Abschiedsrede vor internationalen Geheimdienstchefs, in der er von "linksradikalen Kräften" in der SPD sprach, wurde er schließlich Anfang November in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

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Politikwissenschaftler Werner Patzelt. Foto: imago/Max Stein
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Politikwissenschaftler Werner Patzelt. Foto: imago/Max Stein

Auch Patzelt ist nicht unumstritten: Der Politologe, der die Sachsen-CDU im Wahlkampf berät, wurde wegen seiner früheren Gutachter-Tätigkeit für die AfD kritisiert. Er selbst wies die Kritik zurück und erklärte, er habe Referate für den "Realo"-Flügel der AfD gehalten und Gutachten verfasst. Zugleich schloss Patzelt eine Zusammenarbeit von AfD und CDU nach der Landtagswahl in Sachsen am 1. September aus.

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