Flüchtlinge in Kara Tepe : Göring-Eckardt: Elendslager in Griechenland evakuieren

von 22. Dezember 2020, 11:32 Uhr

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Wirft der Bundesregierung angesichts der Zustände im griechischen Flüchtlingslager Kara Tepe 'humanitäres Versagen' vor.
Wirft der Bundesregierung angesichts der Zustände im griechischen Flüchtlingslager Kara Tepe "humanitäres Versagen" vor.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will alle Flüchtlinge aus dem griechischen Flüchtlingslager Kara Tepe nach Deutschland holen.

Berlin | Wegen der Zustände im provisorischen Lager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, die Bundesregierung aufgefordert, noch vor Weihnachten eine Evakuierung in die Wege zu leiten. "Gut 100 Tage nach dem verheerenden Brand auf Moria ist die Lage für die Geflüchteten immer noch dramatisch. Seit drei Monaten harren über 7000 Menschen, davon ein Drittel Kinder, unter widrigsten Umständen auf Lesbos aus. Es ist erbärmlich, wie tatenlos die deutsche Bundesregierung zuschaut", sagte Göring-Eckardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hätten die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nicht genutzt, "um eine humanitäre Lösung zu finden und die europäische Asylpolitik wieder zu dem zu machen, was sie sein sollte: ein faires Grundrecht auf Schutz". Sie attestiert der Bundesregierung "ein humanitäres Versagen". "Ihre flüchtlingspolitische Bilanz ist mehr als ernüchternd. Dabei ist die Aufnahmebereitschaft in Deutschland viel höher als die Bundesregierung bislang bereit war, zu helfen. Ich erwarte, dass sich die Bundesregierung noch vor Weihnachten, für die Evakuierung aller Menschen aus den Elendslagern in Griechenland einsetzt und endlich die beeindruckende Aufnahmebereitschaft deutscher Kommunen und Bundesländer annimmt", so Göring-Eckardt in der NOZ. ...

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