Pläne für neue "Zentren" : Griechenland will große Flüchtlingslager auf Inseln schließen

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gibt es Platz für 3000 Menschen, aktuell leben im und um das Lager herum mehr als 13.000 Flüchtlinge und Migranten.
Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gibt es Platz für 3000 Menschen, aktuell leben im und um das Lager herum mehr als 13.000 Flüchtlinge und Migranten.

Die deutlich überfüllten Lager sollen durch neue Einrichtungen ersetzt werden.

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20. November 2019, 12:19 Uhr

Athen | Die griechische Regierung will die drei größten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln der Ostägäis schrittweise schließen. Auf den Inseln Lesbos, Samos und Chios sollen stattdessen neue "Abflug- und Identifikationszentren" geschaffen werden, sagte Regierungssprecher Stelios Petsas am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, die vom griechischen Staatsfernsehen übertragen wurde.

Geschlossene Lager geplant

In den neuen Lagern sollen jene Migranten untergebracht werden, die keine Aussicht auf Asyl haben und zurück in ihre Herkunftsländer gebracht werden sollen. Es soll sich dabei um geschlossene Lager handeln, die die Migranten nicht verlassen dürfen und die je mindestens 5000 Menschen aufnehmen können. Alle weiteren Flüchtlinge, die Aussicht auf Asyl haben, sollen aufs griechische Festland gebracht werden.

Die Lager auf den griechischen Inseln sind völlig überfüllt. In Europa wird dies mit großer Sorge verfolgt. Hilfsorganisationen kritisieren immer wieder die schlechten Bedingungen für die Migranten auf den griechischen Inseln und verweisen neben der Überfüllung etwa auf mangelnde Hygiene.

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