Corona-Krise in Deutschland : Gesundheitsminister Spahn: "Wir werden diese Situation bewältigen"

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sagt, der Höhepunkt der Epidemie ist noch nicht erreicht.
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sagt, der Höhepunkt der Epidemie ist noch nicht erreicht.

Jens Spahn fordert die Deutschen zu solidarischem Handeln auf. Die Corona-Krise werde bewältigt, "am besten gemeinsam".

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10. März 2020, 07:00 Uhr

Berlin | Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Solidarität aufgerufen. "Wir werden diese Situation bewältigen. Wenn wir alle mithelfen, zusammenhalten und einander auch unter Stress vertrauen", schrieb er in einem am späten Montagabend veröffentlichten Gastbeitrag in der "Bild"-Zeitung und fügte hinzu: „Es geht. "Und am besten geht es gemeinsam." Der Höhepunkt der Epidemie sei noch nicht erreicht. "Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Infektionen", schrieb Spahn: "Es wird weitere Einschränkungen unseres Alltags geben."

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Zwei Tote in Deutschland

In Deutschland waren am Montag die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geworden – beide Menschen stammten aus Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Infizierten in Deutschland stieg bis Montagnachmittag auf 1139, knapp die Hälfte davon verzeichnete NRW.

Spahn schrieb, das Coronavirus sei eine große Herausforderung "für uns als ganze Gesellschaft". Das Virus werde den Alltag verändern. "Je weniger Menschen sich gleichzeitig anstecken, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen", schrieb Spahn. Gerade Ältere und chronisch Kranke seien auf eine ausreichende Zahl verfügbarer Intensivbetten angewiesen. "Oberstes Ziel ist es daher, den Ausbruch zu verlangsamen." Klar sei: Die Sicherheit aller gehe vor – auch vor wirtschaftlichen Interessen. Doch das öffentliche Leben einzuschränken, sei keine einfache Entscheidung. Öffentlichkeit gehöre zur Demokratie. "Das soll so bleiben. Deshalb müssen wir behutsam und besonnen vorgehen."

Flächendeckende Schulschließungen sehe er skeptisch. "Weil Eltern dann ihre Kinder betreuen müssen und auch nicht mehr im Krankenhaus arbeiten können."

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