Tod des 41. US-Präsidenten : George H. W. Bushs letzte Worte: "Ich liebe Dich auch"

George W. Bush (links) und sein Vater George H. W. Bush 2008 in Washington.
George W. Bush (links) und sein Vater George H. W. Bush 2008 in Washington.

Auf Anordnung von Donald Trump: Die Präsidenten-Maschine soll den Leichnam von George Bush sen. nach Washington bringen.

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02. Dezember 2018, 12:10 Uhr

Houston | "Ich liebe Dich auch" – das waren Medienberichten zufolge die letzten Worte, die der frühere US-Präsident George H. W. Bush vor seinem Tod sprach. Die "New York Times" und der Sender CNN berichteten am Samstag, als Bushs Dahinscheiden absehbar gewesen sei, sei sein Sohn George W. Bush in einem Telefonat auf Lautsprecher geschaltet worden. Bush junior – der acht Jahre nach dem Ende der Amtszeit seines Vaters Präsident wurde – habe gesagt, dass er ein "wunderbarer Vater" gewesen sei und dass er ihn liebe. "Ich liebe Dich auch", habe Bush senior geantwortet.

Weiterlesen: Ehemaliger US-Präsident George H. W. Bush ist tot

Die "New York Times" zitierte den Freund und früheren Außenminister von George H. W. Bush, James A. Baker, der beim Tod Bushs dabei war. Außerdem seien Familienangehörige und Freunde Bushs anwesend gewesen. Baker sagte, der frühere Präsident – der lange an einer Form von Parkinson litt - sei friedlich gestorben. "Und er war bereit."

Offizielle Feierlichkeiten in Washington

US-Präsident Donald Trump lässt den Leichnam von George H. W. Bush in Texas von der Air Force One abholen. Trump sagte am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires, er und seine Delegation würden zunächst mit der Boeing 747 zurück nach Washington fliegen. Die Präsidenten-Maschine werde dann nach Houston geschickt, um Bushs Leichnam in die US-Hauptstadt zu bringen. Trump nannte die Geste "eine besondere Ehrung, die er sehr verdient hat".

Der Leichnam Bushs soll von Montag an im US-Kapitol in Washington aufgebahrt werden. Das teilten der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und die Vorsitzenden der oppositionellen Demokraten in den beiden Kammern, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, mit. Am Montag um 17 Uhr Ortszeit sei eine Zeremonie beider Kammern des US-Parlaments geplant. Danach könnten Bürger bis Mittwoch Abschied vom Ex-Präsidenten nehmen.

Trump wird an Trauerfeier teilnehmen

Trump hatte den kommenden Mittwoch wegen Bushs Tod zum Nationalen Trauertag erklärt. Bundesbehörden bleiben an dem Tag geschlossen. Trump hatte außerdem angeordnet, die Flaggen am Weißen Haus, an allen öffentlichen Gebäuden in den USA und an US-Vertretungen sowie Militärbasen im Ausland für 30 Tage auf halbmast zu setzen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte am Samstag mit, Donald Trump und First Lady Melania Trump, würden an der Trauerfeier für Bush in der Nationalen Kathedrale in Washington teilnehmen. Ein Staatsbegräbnis in den USA erstreckt sich über mehrere Tage.

Dem Historiker Mark Updegrove zufolge hatte George H. W. Bush keine gute Meinung von Trump und wählte ihn bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 auch nicht – obwohl Trump der Kandidat seiner republikanischen Partei war. Trump war der Trauerfeier für Bushs Ehefrau Barbara ferngeblieben, die im vergangenen April gestorben war. Der Präsident ließ damals ausrichten, "aus Respekt vor der Bush-Familie" nicht an der Zeremonie teilnehmen zu wollen.

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