Nach Schulmassaker in Parkland : Florida: Lehrer dürfen Waffen im Schulunterricht tragen

Als Konsequenz aus dem Schulmassaker im US-Staat Florida vor einem Jahr mit 17 Toten sollen Lehrer dort künftig Waffen tragen dürfen. (Symbolbild eines Klassenzimmers) Foto: Marijan Murat/dpa
Als Konsequenz aus dem Schulmassaker im US-Staat Florida vor einem Jahr mit 17 Toten sollen Lehrer dort künftig Waffen tragen dürfen. (Symbolbild eines Klassenzimmers) Foto: Marijan Murat/dpa

Lehrer in Florida dürfen künftig Schusswaffen tragen. Das neue Gesetz ist eine Folge des Schulmassakers in Parkland.

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02. Mai 2019, 11:24 Uhr

Tallahassee | Als Konsequenz aus dem Schulmassaker im US-Staat Florida vor einem Jahr mit 17 Toten sollen Lehrer dort künftig Waffen tragen dürfen. Das entschied das von den Republikanern dominierte Parlament in der Hauptstadt Tallahassee nach einer hitzigen Debatte, wie die Zeitung "Miami Herald" am Mittwochabend (Ortszeit) berichtete.

Der Gesetzentwurf geht nun an Gouverneur Ron DeSantis, der schon zuvor seine Unterstützung signalisiert hatte. Ein bereits kurz nach dem Massaker in Parkland nördlich von Miami verabschiedetes Gesetz hatte Lehrer vom Waffentragen während des Dienstes bisher ausgenommen.

Weiterlesen: Ein Jahr nach Parkland: Was von der #NeverAgain-Bewegung bleibt

Republikaner gegen schärfere Waffengesetze

In den USA kommt es immer wieder vor, dass an Schulen und Hochschulen Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere, weil die Republikaner dagegen sind. US-Präsident Donald Trump ist dafür, dass Lehrer im Klassenzimmer Schusswaffen tragen. 30 Bundesstaaten hätten dies inzwischen erlaubt, sagte er kürzlich bei einer Veranstaltung der Waffenlobby-Organisation NRA in Indianapolis.

In Florida müssen Lehrer und andere Mitarbeiter dem Artikel zufolge zunächst vom zuständigen Schulbezirk für ein entsprechendes Programm – das "Guardian Program" – angemeldet werden, um ein Training im örtlichen Sheriffbüro zu durchlaufen. Einige Schuldirektoren sagten aber bereits, ihr Personal nicht bewaffnen zu wollen. Professionelles Sicherheitspersonal und nicht Lehrer sollten für Sicherheit sorgen, zitierte die Zeitung Alberto Carvalho vom Schulbezirk Miami-Dade.

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