Gipfel in Vietnam : US-Präsident Trump zu Treffen mit Kim: Haben große Fortschritte gemacht

Nach dem Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Un (links) und Donald Trump kam es nicht zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung.
Nach dem Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Un (links) und Donald Trump kam es nicht zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung.

Trotz fehlender gemeinsamer Abschlusserklärung zeigt sich Donald Trump nach dem Treffen mit Kim Jong Un zufrieden.

svz.de von
02. März 2019, 21:36 Uhr

Washington | US-Präsident Donald Trump wertet das Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un trotz des fehlenden Ergebnisses als Erfolg. Die Gespräche seien sehr produktiv gewesen, sagte Trump am Samstag bei einer Tagung konservativer Aktivisten und Politiker in Oxon Hill bei Washington. "Wir haben große Fortschritte gemacht. Wir werden weiter Fortschritte machen", betonte er. "Wir haben viel gelernt in den vergangenen Tagen." Die Beziehung beider Länder scheine sehr gut. Es habe am Ende aber keine gemeinsame Vereinbarung gegeben, „denn der Deal war kein Deal, der für mich akzeptabel war". Und er habe nichts vereinbaren wollen, nur um irgendeine Einigung zu präsentieren.

Keine Abschlusserklärung

Das Gipfeltreffen von Trump und Kim in Vietnam war am Donnerstag ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage des Abbaus der nordkoreanischen Atomwaffen nicht näher und widersprachen sich später über die Gründe dafür.

In den USA hatte auch für Wirbel gesorgt, dass Trump Kim im Fall des gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier in Schutz genommen hatte. Der junge Mann war Anfang 2016 nach einer Gruppentour in Nordkorea bei der Ausreise festgenommen und wegen "feindlicher Handlungen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. 2017 wurde er freigelassen und zurück in die USA gebracht. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA im Juni 2017 starb er – er hatte damals bereits 15 Monate lang im Koma gelegen.

Trump hatte nach dem Gipfel gesagt, er gehe davon aus, dass Kim nichts von der Inhaftierung Warmbiers in seinem Land gewusst habe – was für Empörung bei Warmbiers Familie und auch bei Mitgliedern des US-Kongresses sorgte. Trump hatte am Freitag auf Twitter bereits geschrieben, seine Aussage sei falsch aufgefasst worden, und hatte betont: "Selbstverständlich mache ich Nordkorea für Ottos Misshandlung und Tod verantwortlich." Bei der Tagung sagte er nun, es sei furchtbar, was mit Warmbier passiert sei. Dennoch müsse er weiter mit Nordkorea verhandeln. Das sei eine schwierige Balance. Trump betonte zugleich, er "liebe" Warmbier und dessen Familie.

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