Rede vor den Vereinten Nationen : "Chaos, Tod und Zerstörung": Trump ätzt gegen iranische Regierung

US-Präsident Donald Trump während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Foto:  Richard Drew/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Foto: Richard Drew/AP/dpa

Das iranische Atomprogramm steht im Zentrum der Rede des US-Präsidenten vor den Vereinten Nationen. Donald Trump spricht zur Stunde.

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25. September 2018, 17:16 Uhr

New York | US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani vor einem Politikwechsel der Regierung in Teheran ausgeschlossen. Vorher werde er nicht mit der iranischen Führung zusammenkommen, sagte Trump am Dienstag bei seiner Ankunft in den Vereinten Nationen in New York. Zur Stunde spricht vor der Generalversammlung in New York.

Trump prahlt vor den UN mit eigenen Leistungen – das Publikum lacht

Während seiner Rede ging Trump noch weiter: "Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern", sagte Trump. Der US-Präsident verteidigte den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, an dem die EU festhält.

Trump nennt iranische Führung "korrupte Diktatur"

Durch den wirtschaftlichen Druck solle der Regierung in Teheran die Gelder dafür verwehrt werden, "seine blutigen Absichten zu verfolgen", sagte Trump. Er betonte, am 5. November werde eine zweite Runde an Sanktionen wieder in Kraft treten. Die USA arbeiteten darauf hin, dass Länder, die Öl aus dem Iran importierten, diese Einfuhren "bedeutend" zurückfahren.

Trump nannte die iranische Führung eine "korrupte Diktatur" und fügte hinzu: "Die iranischen Führer sähen Chaos, Tod und Zerstörung." Sie respektierten weder Grenzen noch ihre Nachbarn. Die Führung in Teheran habe sich auch dank des Atomabkommens selber bereichert und "Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus» verbreitet. "Die Nachbarn des Irans haben einen hohen Preis bezahlt."

Sanktionen gegen den Iran "auf sehr massivem Niveau"

Trump betonte, deshalb hätten so viele Länder im Mittleren Osten den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen unterstützt. Die Vereinbarung habe der Führung in Teheran einen "Geldregen" beschert. Die Regierung habe die Mittel unter anderem dafür genutzt, atomwaffenfähige Raketen zu bauen und in Syrien und im Jemen ein "Gemetzel" anzurichten.

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Der US-Präsident sprach von Sanktionen gegen den Iran "auf einem sehr massiven Niveau" und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass die Regierung in Teheran keine Alternative zu einer Änderung ihrer Politik habe.

Trump wiederholte, die iranische Führung wolle mit ihm zusammenkommen. Der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, hatte allerdings im vergangenen Monat Verhandlungen mit den USA ausdrücklich verboten. Trump hatte Ende Juli gesagt, er sei ohne Vorbedingungen zu einem Gespräch mit Ruhani bereit. "Ich freue mich darauf, eine großartige Beziehung zum Iran zu haben", sagte Trump am Dienstag. "Aber es wird nicht jetzt geschehen."

Die Rede des US-Präsidenten ist im Livestream auf der Webseite der Vereinten Nationen zu sehen.

Trump hatte im Mai den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen verkündet, das den Iran am Bau einer Atombombe hindern soll. Damit traten im August wieder US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. In einer zweiten Runde im November sollen dann besonders schmerzhafte Sanktionen wieder eingesetzt werden, mit denen Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduziert werden sollen. Die EU hält dagegen an dem Atomabkommen mit dem Iran fest.

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