Spott und Häme in den sozialen Netzwerken : "Am Uploadfilter gescheitert": Das große Warten auf Philipp Amthor

Kommt das Video von Philipp Amthor noch oder wird es zur Legende?
Kommt das Video von Philipp Amthor noch oder wird es zur Legende?

Für Mittwoch war ein Video der CDU als Antwort auf die Kritik des Youtubers Rezo angekündigt. Doch es passierte nichts.

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23. Mai 2019, 09:17 Uhr

Berlin | Ausgerechnet – oder gerade – Philipp Amthor: Der wertkonservative CDU-Shootingstar sollte auf die Abrechnung von Youtuber Rezo reagieren. In einem eigens produzierten Video, dass die CDU am Mittwochnachmittag veröffentlichen wollte. So wurde es zumindest verbreitet und laut mehrerer Journalisten auch von der Partei bestätigt.

Doch es passierte – nichts. Kein Video, keine Stellungnahme. Dabei hatte allein die Ankündigung, dass der jüngste Abgeordnete der CDU sich dem Video-Battle mit Rezo stellen wollte, dafür gesorgt, dass auf Twitter das Popcorn bereitgestellt wurde. Gerade er, der 26-Jährige mit der Deutschlandflagge am Revers und den Altherrenwitzen, der häufig in Talkshows zu sehen ist, sich gegen Abtreibungen und zu viel Einwanderung ausspricht und der neben Begeisterung auch viel Spott kassierte in den vergangenen Monaten. Das große Warten begann – begleitet von vielen Tweets, warum das Video noch nicht veröffentlicht wurde.









Am Donnerstag erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus der Parteispitze, dass ein ursprünglich als Reaktion auf die kritischen Äußerungen des Youtubers geplantes Internet-Video des jungen Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor nicht veröffentlicht wird.

In dem Rezo-Video heißt es, die CDU zerstöre "unser Leben und unsere Zukunft". Es wurde bis Mittwochabend rund 3,6 Millionen mal geklickt. Der Youtuber Rezo wirft den Christdemokraten unter anderem vor, beim Klimawandel untätig zu sein, Politik für Reiche zu machen und "krasse Inkompetenz" beim Thema Urheberrecht und Drogenpolitik an den Tag zu legen. Die Aussagen in dem Video untermauert Rezo mit Studien sowie Publikationen von Stiftungen und Medien. Eigenen Angaben zufolge hat er mit seinen Mitarbeitern Hunderte Stunden in die Recherche und Produktion des Videos investiert.

Seine zuvor veröffentlichten Videos beschäftigten sich vor allem mit Musik und nur selten mit Politik. Über sich selbst sagte er der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin neben Planung, Dreh und Postproduktion solcher Webvideoinhalte in erster Linie als Informatiker und Musiker tätig."

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