US-Präsident ohne Coronavirus-Test : Coronavirus: Trump hatte Kontakt zu Covid-19-Verdachtsfällen

Donald Trump (2.v.r), Präsident der USA, begrüßt seine Anhänger am internationalen Flughafen Orlando Sanford auch in Zeiten der Corona-Krise per Handschlag.
Donald Trump (2.v.r), Präsident der USA, begrüßt seine Anhänger am internationalen Flughafen Orlando Sanford auch in Zeiten der Corona-Krise per Handschlag.

Donald Trump sei bei "hervorragender Gesundheit". Und er schüttelt weiter fleißig Hände.

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10. März 2020, 06:32 Uhr

Washington | Zwar breitet sich die Lungenkrankheit Covid-19 auch in den USA aus - US-Präsident Donald Trump hat sich aber noch nicht auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit, nachdem zuvor entsprechende Fragen auf einer Pressekonferenz unbeantwortet geblieben war. Trump habe weder einen längeren engen Kontakt mit bestätigten Covid-19-Patienten gehabt noch irgendwelche Symptome, hieß es weiter, um den Test-Verzicht zu begründen. "Präsident Trump befindet sich weiter in hervorragender Gesundheit und sein Arzt wird ihn weiterhin genau überwachen."

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Trump ignoriert Fragen zu Test

Trump hatte zuvor bei seinem Auftritt in Washington Nachfragen ignoriert, ob er sich bereits auf das Virus habe testen lassen, und die Pressekonferenz vorzeitig verlassen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte daraufhin, das Weiße Haus werde die Antwort nachreichen.

Zuletzt hatten mehrere hochrangige republikanische Politiker angekündigt, sich als Vorsichtsmaßnahme freiwillig in Quarantäne zu begeben, nachdem sie vor einigen Tagen bei einer Konferenz in Washington mit einem späteren Covid-19-Patienten in Kontakt gekommen waren. Zwei dieser Republikaner wiederum waren in den vergangenen Tagen auch mit Trump selbst in Kontakt. Der Präsident hatte die Konferenz in Washington auch selbst besucht.

Trump schüttelt fleißig Hände

In den vergangenen Tagen betonte Trump jedoch mehrfach ausdrücklich, er sei wegen der Entwicklung nicht persönlich beunruhigt. Bei seiner Ankunft in Orlando (Florida) am Montag schüttelte er Unterstützern die Hände. Erst am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte Trump in einem Interview gesagt, dass er darauf nicht verzichten wolle. Nach Zählungen der "New York Times" gab es am Montagabend (Ortszeit) mehr als 660 Infektionen und mehr als 25 Todesfälle in den Vereinigten Staaten.

Trump kündigt Maßnahmen gegen Folgen von Corona-Krise an

Der US-Präsident Donald hat überdies "dramatische" Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs in Aussicht gestellt. Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) werde er bei einer Pressekonferenz einige dieser Maßnahmen vorstellen, sagte Trump am Montag im Gespräch mit Reportern in Washington.

Die US-Börsen hatten am Montag wegen des Coronavirus sowie wegen eines Absturzes des Ölpreises ihren schlimmsten Handelstag seit der Finanzkrise von 2008 erlebt. Trump kündigte an, dass er mit Mitgliedern des Kongresses über Maßnahmen gegen die Folgen der Epidemie für die US-Wirtschaft beraten wolle. Dabei gehe es unter anderem um eine weitere mögliche Reduzierung der Einkommensteuer. Auch über Unterstützungsmaßnahmen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen solle gesprochen werden. Der Virus-Ausbruch habe "die Welt aus heiterem Himmel getroffen", sagte der US-Präsident. Bislang sei seine Regierung mit der Epidemie aber "sehr gut umgegangen".

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