Unterstützung für Bundeskanzlerin : Friedrich Merz: "Jetzt ist Gemeinsamkeit gefragt und kein Streit"

Friedrich Merz geht davon aus, dass 'mit gewissen Einschränkungen' noch eine Weile zu rechnen ist.
Friedrich Merz geht davon aus, dass "mit gewissen Einschränkungen" noch eine Weile zu rechnen ist.

In der Vergangenheit attackierte der Kandidat auf den CDU-Vorsitz Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf für ihre Politik.

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12. April 2020, 09:29 Uhr

Berlin | Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich klar hinter den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) für einen vorsichtigen und schrittweisen Ausstieg aus den harten Beschränkungen wegen der Corona-Krise gestellt. "Die Infektionsgefahr ist nicht über Nacht gebannt, und auch viele Unternehmen kann man nicht einfach am Tag X wieder einschalten wie eine Wohnzimmerlampe", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Mit gewissen Einschränkungen werden wir also noch eine ganze Weile leben müssen. Zugleich ist es aber wichtig, in den Betrieben so schnell wie möglich wieder normal zu arbeiten."

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Er gehe davon aus, dass Bund und Länder nach Ostern erklären werden, in welcher Schrittfolge das Land zur Normalität zurückkehren könne, sagte Merz. "Wobei ich damit rechne, dass es bis zum kompletten Normalzustand noch eine ganze Zeit dauern wird." Alle Maßnahmen müssten so lange eingehalten werden, bis die Infektionskurve so weit abflache, dass das Gesundheitssystem die Lage verkrafte. "Nach Ostern wird es dann mehr und mehr um die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft gehen", sagte Merz. "Ein bundeseinheitliches Vorgehen wäre dabei sicher hilfreich."

"Müssen jetzt alle konstruktiv mitwirken"

Der 64-jährige Wirtschaftsexperte hatte Merkels Politik in den vergangenen Jahren immer wieder scharf kritisiert und ihrer Regierung vor nicht allzu langer Zeit ein "grottenschlechtes Erscheinungsbild" attestiert. Nun rief er dazu auf, an einem Strang zu ziehen: "Jetzt ist Gemeinsamkeit gefragt und kein Streit." Merz ergänzte: "Es müssen jetzt alle konstruktiv daran mitwirken, möglichst schnell wieder auf einen vernünftigen marktwirtschaftlichen Kurs der Wirtschaftspolitik, der Finanzpolitik und der Arbeitsmarktpolitik zurückzukehren."

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