Ex-Anwalt des US-Präsidenten : Michael Cohen belastet Trump in Schweigegeld-Affäre

Michael Cohen arbeitete als Anwalt für US-Präsident Donald Trump.
Michael Cohen arbeitete als Anwalt für US-Präsident Donald Trump.

Laut Michael Cohen soll sein damaliger Mandant Donald Trump ihn zu Schweigegeld-Zahlungen angewiesen haben.

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14. Dezember 2018, 16:56 Uhr

Washington | Nach seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe hat der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, erneut Vorwürfe gegen seinen einstigen Mandanten erhoben. Cohen sagte dem Sender ABC am Donnerstag auf die Frage, ob Trump weiterhin lüge: "Ja." Cohen betonte, Trump habe die Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen, die im Wahlkampf 2016 angaben, eine Affäre mit ihm zu haben, persönlich angeordnet obwohl er gewusste habe, dass das "falsch" sei. "Er hat mich angewiesen, die Zahlungen zu tätigen."

Weiterlesen: Fall Cohen: Droht Trump ein Amtsenthebungsverfahren?

Trump reagiert auf Twitter

Trump hatte am Donnerstag auf Twitter geschrieben: "Ich habe Michael Cohen nie angewiesen, gegen das Gesetz zu verstoßen." Cohen war am Mittwoch unter anderem wegen Zahlung illegaler Wahlkampfbeihilfen, wegen Falschaussagen vor dem Kongress und wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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Staatsanwaltschaft sieht Verstoß gegen Wahlkampfregelungen

Cohen hatte zugegeben, im Oktober 2016 Schweigegeld an die Ex-Porno-Darstellerin Stormy Daniels und über eine Firma auch an das frühere Playmate Karen McDougal gezahlt zu haben. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dabei habe es sich um illegale Wahlkampfbeihilfen gehandelt. Die Anklage ging davon aus, dass Cohen in beiden Fällen "in Abstimmung mit und unter Federführung von" Trump gehandelt habe. Trump dementiert, dass er gegen Wahlkampfregelungen verstoßen habe.

Cohen sagte am Donnerstag, er habe aus "blinder Loyalität" zu Trump gehandelt. Nichts in der Trump-Organisation sei geschehen, ohne dass Trump davon Kenntnis gehabt habe. Trump habe die Frauen bezahlt, weil er Sorge hatte, wie sich die Vorwürfe auf seine Wahlchancen auswirken würden. "Er war sehr besorgt, wie das die Wahl beeinflussen würde." Cohen muss die Haft im März antreten.

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