"Im Einzelfall" : Christian Lindner hält Zusammenarbeit mit Linken für möglich – mit AfD nicht

Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP.
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP.

In Sachfragen sei eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Einzelfall möglich, sagt FDP-Chef Christian Lindner.

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22. Februar 2020, 14:11 Uhr

Berlin | FDP-Chef Christian Lindner hält eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Einzelfall in Sachfragen für möglich, lehnt dies aber mit der AfD strikt ab. Lindner sagte ntv.de, der ehemalige Ministerpräsident Bodo Ramelow halte die DDR zwar weiterhin nicht für einen Unrechtsstaat, doch anders als der AfD-Politiker Björn Höcke sei Ramelow kein Extremist. "Deshalb kann man mit der Linken im Einzelfall in Sachfragen zusammenarbeiten."

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Auf die Frage, ob die FDP jetzt die Scherben in Thüringen aufkehren und Ramelow unterstützen sollte, sagte Lindner: "In solchen Fragen entscheiden Fraktionen autonom."

Keine Kooperation mit der AfD

Mit Blick auf die FDP in Hamburg, die in den vergangenen Jahren diesen Angaben zufolge wiederholt Anträgen der AfD zugestimmt hatte, sagte Lindner, dies seien solche Anträge gewesen wie "gegen Zigarettenkippen auf der Straße".

Im Bundestag gebe es aber keine Kooperation mit der AfD. "Wir stimmen Anträgen der AfD nicht zu, weil wir das völkisch-antiliberale Denken dieser Partei nicht salonfähig machen wollen." In Hamburg, wo an diesem Sonntag gewählt wird, habe man der AfD wohl nicht erlauben wollen, "sich bei Sachanträgen als Opfer von Ausgrenzung zu inszenieren. Nach Erfurt findet ein Umdenken statt."

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